Ein Schüler, eine gestohlene Dienstwaffe, zwei Klassenzimmer – in einer türkischen Schule endet ein ganz normaler Tag tödlich.
An der Ayser-Calik-Mittelschule in Kahramanmaraş hat ein bewaffneter Angriff vier Menschenleben gefordert und 20 weitere Personen verletzt. Als mutmaßlicher Täter gilt ein Schüler der achten Klasse, der offenbar die Dienstwaffe seines Vaters, eines ehemaligen Polizisten, an sich genommen hatte. Gouverneur Mükerrem Ünlüer zufolge war der Angreifer mit fünf Pistolen und sieben Magazinen ausgestattet und eröffnete in zwei Klassenzimmern das Feuer.
Zu den Todesopfern zählen drei Schüler sowie ein Lehrer. Die Hintergründe der Tat sind bislang ungeklärt, die Ermittlungen laufen.
Hochrangige Reaktion
Unmittelbar nach dem Vorfall reisten mehrere hochrangige Regierungsvertreter in die betroffene Stadt, darunter Gesundheitsminister Kemal Memisoglu, Bildungsminister Yusuf Tekin und Innenminister Mustafa Ciftci. Gouverneur Ünlüer erklärte: „Der Angreifer ist ein Achtklässler. Sein Vater ist ein ehemaliger Polizist. Vermutlich hat er die Waffe seines Vaters an sich genommen.“
bu cocuklar yasadıkları travmayı omurleri boyunca unutmayacaklar ama iclerinden biri bile cıkıp istifa etme zahmetinde bulunmayacak en guvende olması gereken yerde bile ne cocugu ne ogretmeni koruyamayan turkiye yuzyılı https://t.co/wYQD5DefFe
— azra (@soleirran) April 15, 2026
Weiterer Schulangriff
Besonders bestürzend sind die näheren Umstände rund um den mutmaßlichen Täter: Wie CNN Türk berichtet, handelt es sich um einen Schüler der achten Schulstufe. Erst am Dienstag war es im Osten der Türkei zu einem weiteren Angriff auf eine Schule gekommen, bei dem ein ehemaliger Schüler mit einer Langwaffe auf dem Schulgelände um sich geschossen und dabei mehrere Menschen verletzt hatte.