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MUSIK

Nik Dean: Straight outta Vienna zum Olymp der Rapszene

Woher finden Sie Ihre Inspiration für neue Lieder und wie passen Sie den Sound für verschiedene Künstler oder Genres an?
Meine Inspirationsquellen wechseln ständig. Oft entsteht Kreativität durch aktives Arbeiten mit meinem Synthesizer. Wenn ich für einen Künstler produziere, nehme ich mir die Zeit, ihn wirklich zu verstehen. Ich lese über ihn, auch über sein Privatleben, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wer er als Person ist. Musik spiegelt schließlich Emotionen und Persönlichkeit wider. Basierend darauf versuche ich, einen Song zu kreieren, der perfekt zu dieser Person passt.

Was bedeutet Musik für Sie?
Musik ist für mich ein Ausbruch aus der gewöhnlichen Kette. Sie symbolisiert die Möglichkeit, über das Übliche hinauszugehen und etwas Besonderes zu erreichen. Viele betrachten Musik als eine unerreichbare Kunstform und zweifeln an der Möglichkeit, damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Genau diese Herausforderung hat mich angespornt. Mein Traum war es, mit dem, was ich liebe, finanziell unabhängig zu sein. Und ich hoffe, dass meine Reise auch andere inspiriert.

Nik Dean und Travis Scott (Foto: Instagram/Screenshot)

Sie haben gesagt, dass Sie sich mit der Tatsache, zu viel zu arbeiten, schwer getan haben und dass dies bei Ihnen Panikattacken ausgelöst hat. Wie gehen Sie jetzt damit um?
Ich befinde mich noch in einer Lernphase. Es ist durchaus herausfordernd, aber ich glaube, der Schlüssel liegt darin, sich ein neues Hobby zu suchen. Etwas, das einen herausfordert und zum Nachdenken anregt, bei dem man quasi bei null beginnt. Das schafft eine wertvolle Balance. Selbst alltägliche Aktivitäten wie der Besuch im Fitnessstudio oder die mentale Weiterbildung tragen dazu bei, einen Ausgleich zu schaffen. Musik ist ein rasanter Bereich, und man muss ständig bereit sein, auch wenn die Kreativität mal stockt, besonders wenn es zum Beruf wird. Schließlich spricht man vom Musikgeschäft. Daher ist es wichtig, einen Ausgleich zu finden, um das Kreative mit dem Alltäglichen zu verbinden oder sich in Bereichen zu versuchen, in denen man noch Neuland betritt. Das hilft, persönlich zu wachsen.

Nik Dean hat an dem Album „Utopia” von Travis Scott gearbeitet, welches ein großer Hit wurde. Das Album bricht Rekorde und wurde in der ersten Woche nach seiner Veröffentlichung über 496.000 Mal verkauft.

Wer war der erste bekannte Rapper/Musiker, mit dem Sie gemeinsam gearbeitet haben?
Das war Tory Lanez und wir waren in Miami. Ein Grammy-nominierter Produzent hatte mich eingeladen, und wir spielten gemeinsam Basketball. Überraschenderweise war auch Tori dort und lud uns zu sich nach Hause ein. Es war amüsant zu sehen, dass sein Raum mit Pokémon-Plüschtieren und ähnlichem dekoriert war. Er gab mir die Gelegenheit, ihm meine Musik vorzuspielen. Ich hatte immer einen USB-Stick mit Beats dabei. Er wählte einen Song aus, den er mochte, und begann sofort aufzunehmen. Das war das erste Mal, dass ich live miterlebte, wie ein Künstler zu meiner Musik sang.

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