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Österreich: Inflation steigt auf höchsten Wert seit 47 Jahren

Die Inflation steigt in Österreich weiter an. Im Juli erreichte die Inflation mit 9,3 Prozent den Höchststand seit Februar 1975, wie Statistik Austria am Donnerstag mitteilte.

Laut Daten des Statistikamts war die Inflationsrate im Juli um 0,6 Prozent höher als im Vormonat, womit ein neuer Rekord erreicht wurde. Die steigenden Preise für Treibstoff, Lebensmittel und Energie werden von Statistik Austria als die wichtigsten Treiber der Inflation im Juli genannt. Insbesondere die Treibstoffpreise waren diesen Juli um 63,1 Prozent teurer als im Juli des Vorjahres.

Wie der ORF berichtet, werden vor dem Hintergrund der hohen Inflation die Pensionen um mindestens 5,8 Prozent angehoben.

Die Teuerungen im Detail

Die Transportkosten sind um 21,8 Prozent, die Treibstoffpreise um 63,1 Prozent gestiegen. Die Preise für Gebrauchtfahrzeuge sind um 24,7 Prozent, bei Neufahrzeugen um 8,9 Prozent gestiegen. Bei den Flugtickets beträgt die Teuerung 32,1 Prozent, bei Kfz-Reparaturen sind es 5,0 Prozent.

Wohnkosten, Wasser und Energie sind im Juli um 12,5 Prozent, wobei die Teuerung im Juni 10,3 Prozent betrug.

Speiseöl und Speisefett ist um 25,1 Prozent teurer geworden, inschließlich Butter, bei der der Preisanstieg satte +35,2 Prozent beträgt. Die Teuerung bei Obst fällt mit 5,0 Prozent vergleichsweise gering aus. Spürbare Teuerungen mit 12,8 Prozent werden bei alkoholfreien Getränken verzeichnet, der Hauptgrund dafür ist der Preisanstieg bei Limonade (14,0 Prozent). Kaffee ist im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 14,0 Prozent teurer geworden.

Wie berichtet, hat die österreichische Bundesregierung im Juni ein Maßnahmenpaket zur Abfederung der Inflation beschlossen, welches eine Erhöhung der Sozialleistungen für Arbeitsuchende und andere vulnerable Gruppen vorsieht.

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