Punsch-Test: Bis zu 11 Stück Zucker pro Häferl

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Punsch-Test: Bis zu 11 Stück Zucker pro Häferl

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Glühwein-Punsch-Test
(FOTO: iStockphoto)

Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich testete im Einzelhandel erhältlichen Glühwein. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Zufällig ausgewählte fertige Glühweine aus den österreichischen Geschäften wurden im Labor auf ihren Alkohol- und Zuckergehalt, sowie auf etwaige künstliche Farb- und Koservierungsstoffe sensorisch geprüft.

Großer Preis-, jedoch kleiner Qualitätsunterschied
Neun von zehn Proben schnitten beim Test gut ab, wobei der Glühwein vom Winzerhof Dockner, ein österreichisches Produkt, zum Testsieger erkoren wurde. Dieser war allerdings auch der teuerste mit 7,99 pro Liter. Der Preis für die anderen Glühweine bewegte sich zwischen 1,49 und 6,55 pro Liter. Die Qualität habe sich laut Testergebnis jedoch nicht stark unterschieden.

Fast keine Beanstandungen
Zu beanstanden gab es nur geringfügige Mängel, wie zu starke Aromatisierung, untypischer Geschmack und in einem Fall Konservierungsmittel. Künstliche Farbstoffe wurden in keinem der überprüften Glühweine festgestellt, ebenso war der Alkoholgehalt immer korrekt angegeben.

Kritisiert wurde jedoch, dass man als Verbraucher nicht immer genau über die Zutaten informiert wird. Dies ist auch rechtens, da Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol die Inhaltsstoffe nicht genau deklarieren.

Zuckerbombe
Auch wenn der Test insgesamt recht gut ausgefallen ist, so gaben die Konsumentenschützer zu bedenken, dass Glühwein sehr viel Zucker enthält. Mit 6,5 bis 15,3 Gramm pro 100 Milliliter seien diese beliebten Getränke wahre Zuckerbomben
Man sündigt mit bis zu elf Stück Würfelzucker je Häferl. Im Vergleich dazu sind in einem Glas Cola 7,6 Würfel. Die Experten von der AK raten daher dazu, Glühwein selber zu machen.