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Lebensretter

Rotes Kreuz in Sorge: Weniger Spenden erlaubt – wer springt ein?

Rotes Kreuz in Sorge: Weniger Spenden erlaubt – wer springt ein?
(Foto: Pexels)
2 Min. Lesezeit |

Nur 3,4 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher spenden regelmäßig Blut – obwohl diese einfache Handlung Leben retten kann. Besonders vor der Sommersaison verstärkt das Rote Kreuz seinen Appell an potenzielle Spender.

Die burgenländische Präsidentin des Roten Kreuzes Friederike Pirringer verweist auf die bevorstehende Urlaubs- und Ferienzeit, in der erfahrungsgemäß mehr Unfälle passieren. Eine zusätzliche Herausforderung: Die begrenzte Haltbarkeit von Blutkonserven. Nach 42 Tagen sind sie nicht mehr verwendbar, weshalb sich keine größeren Vorräte anlegen lassen.

Neue Spenderegeln

Seit Anfang Juni gilt eine aktualisierte Blutspenderverordnung mit neuen Regelungen: Die maximale Spendenanzahl pro Person wurde reduziert, gleichzeitig wurde der Kreis potenzieller Spender erweitert. Besonders engagierte Blutspender müssen sich künftig einschränken – eine Vorsichtsmaßnahme, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Wie Pirringer erläutert, haben Studien gezeigt, dass zu häufige Blutspenden das Risiko eines Eisenmangels erhöhen können.

„Die neue Regelung sieht vor, dass Männer maximal viermal und Frauen höchstens dreimal jährlich Blut spenden dürfen„, erklärt Pirringer. Parallel dazu wurde der Spenderkreis ausgeweitet. Erstmals dürfen auch intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen sowie Menschen ohne Geschlechtsangabe an Blutspendeaktionen teilnehmen. Pirringer hofft, dass diese Öffnung die durch die individuellen Spendenbegrenzungen entstehende Lücke schließen kann.

Zu den neu zugelassenen Spendergruppen gehören auch Personen mit früheren Malaria-Erkrankungen sowie Menschen mit Autoimmunerkrankungen. Diese Gruppen waren bisher generell von der Blutspende ausgeschlossen. Nach einer individuellen medizinischen Untersuchung können sie nun ebenfalls zur Blutspende zugelassen werden.

Vorteile für Spender

Die Blutspende bietet nicht nur gesellschaftlichen Nutzen, sondern auch persönliche Vorteile für die Spender selbst. Bei jeder Spende erfolgt eine gründliche Blutuntersuchung. Sollten dabei Auffälligkeiten festgestellt werden, erfolgt umgehend eine Benachrichtigung. Spender erhalten zudem eine Mitteilung, wenn ihr gespendetes Blut in einem Notfall eingesetzt wurde.

Wer Blut spenden möchte, findet entsprechende Termine im Internet.

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KO KOSMO-Redaktion
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