Start NEWS Chronik Schlimme Arbeitsbedingungen: Frau erleidet Fehlgeburt
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Schlimme Arbeitsbedingungen: Frau erleidet Fehlgeburt

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Symbolbild (FOTO: iStock)

Eine Amazon-Lagerarbeiterin erhebt in den USA schwere Vorwürfe gegen ihre Firma. Die schwangere Frau meint, sie habe trotz ärztlicher Bestätigung schwere Pakete heben müssen.

Die Beschäftigte habe aus dem Grund eine Fehlgeburt erlitten, schreibt „Vice“. Schon seit längerer Zeit wird Amazon wegen mangelndem Arbeitsschutz und schlechten Arbeitsbedingungen kritisiert. Angeblich sollen die Chefs keine Rücksicht auf schwangere Angestellte genommen haben.

Die Frau ist in der siebten Schwangerschaftswoche, als sie während der Arbeitszeit auf die Toilette gehen muss. Dort entdeckt sie Blut in der Hose. Die 23-Jährige soll Wochen zuvor ihren Chef gebeten haben, leichtere Aufgaben zu bekommen. Doch ihre Bitte wurde immer wieder abgelehnt, so das amerikanische Magazin „Vice“.

Ärztliches Attest abgelehnt:
“Mein Vorgesetzter war nicht bereit, mir entgegenzukommen. Er hatte es auf mich abgesehen, fragte: Warum ist deine Bilanz so schlecht, warum verbringst du so viel Zeit auf der Toilette, warum bist du immer länger als zehn Minuten weg? Uns stehen pro Tag nur zehn Minuten zu, aber das Lager ist so groß. Es braucht allein sechs Minuten, um zur Toilette und zurückzukommen”, sagt die Frau in einem Interview zu Vice.  

Baby verloren:
Weil sie befürchtete, dass sie eine Fehlgeburt erlitten hat, ging sie auf Krankenstand. Doch die Firma hat das nicht akzeptieren wollen, da sie in dem Monat nicht ausreichend viele Arbeitsstunden gemacht hat. Im Krankenhaus wurde dann festgestellt, dass die 23-Jährige das Kind verloren hat.

Amazon nahm Stellungnahme:
Nun meldet sich auch Amazon zu Wort, wo sie den Vorfall genauestens untersuchen werden. “Amazon arbeite mit jedem Mitarbeiter individuell zusammen, um sicherzustellen, dass er alles hat, was er braucht, um gesund zu bleiben” so Amazon-Sprecherin. Zwischen 2011 und 2019 wurden in den USA rund sieben Klagen wegen Diskriminierung der Schwangerschaft gegen die Firm eingereicht.

Quellen: RTL-Artikel