Start NEWS POLITIK Dodik über Vulins Vorschlag: Großserbien “schadet niemandem“
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Dodik über Vulins Vorschlag: Großserbien “schadet niemandem“

(FOTO: zVg.)

Der bosnische Serbenführer Milorad Dodik lobte die Idee des serbischen Innenministers Aleksandar Vulin, eine „serbische Welt zu errichten“.

Vulin sieht laut eigener Aussage die Aufgabe der serbischen Politik darin, „die Vereinigung aller Serben, egal wo sie leben, umzusetzen.“ (KOSMO berichtete) Außerdem appellierte er an den amtierenden Präsidenten Aleksandar Vučić erneut für das Amt im Frühjahr 2022 zu kandidieren.

Dodik, der zuvor die Auflösung des Staates Bosnien und Herzegowina und den Beitritt der Republika Srpska zu Serbien gefordert hatte, unterstützte Vulins Idee voll und ganz.

Serbische Welt „schadet niemandem“
Er sagte, dass sich die „serbische Welt nicht gegen irgendjemanden richten und niemandem schaden“, sondern sich auf „die Zusammenarbeit und den Erhalt der serbischen nationalen und kulturellen Identität“ konzentrieren würde.

„Viele haben so etwas schon vor uns getan und niemand hatte ein Problem damit. Aber wenn Serben auf diese Idee kommen, gibt es sofort Lärm und die Spannungen steigen“, sagte Dodik laut Radio Free Europe.

„Vučić soll sich von Vulins Aussage distanzieren“
Selbstredend hat Vulins Aussage über die „Errichtung einer serbischen Welt“ zu heftigen Reaktionen innerhalb Serbiens und der gesamten Balkanregion geführt. So rief der Helsinki-Ausschuss für Menschenrechte in Serbien die internationale Gemeinschaft dazu auf, den serbischen Innenminister zu sanktionieren.

Pristina bezeichnete Vulins Aussage als „Sinnbild für die offizielle Politik Belgrads, während Bosniens Außenministerin, Bisera Turković, Vučić dazu aufforderte, sich von den Aussagen offiziell zu distanzieren. Dazu kam es jedoch nicht, vielmehr hatte der serbische Präsident unterstützende Worte für seinen Parteikollegen.

Trotz Aufrufen aus Nachbarländern weigerte sich der serbische Präsident Aleksandar Vučić, den wiederholten Vorschlag seines Innenministers zur Vereinigung der serbischen Minderheiten, die in praktisch jedem der Westbalkanländer leben, zu tadeln. Er erwähnte lediglich, dass Serbien „kein Interesse an den Grenzen anderer“ habe und „Serben schnell mal als Faschisten bezeichnet“ würden. (KOSMO berichtete)