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Verkehrsrevolution

Schneller, teurer & moderner: Hankes Bahn-Masterplan enthüllt

Schneller, teurer & moderner: Hankes Bahn-Masterplan enthüllt
FOTO: iStock, Kosmo/Bojan Stekic
4 Min. Lesezeit |

Österreichs Bahnnetz steht vor einem Quantensprung: Mit Milliardeninvestitionen, neuen Zügen und der Koralmbahn läutet Verkehrsminister Hanke eine neue Ära der Mobilität ein.

Die Eröffnung der Koralmbahn am 14. Dezember markiert einen entscheidenden Fortschritt im österreichischen Bahnnetz. Die neue Hochleistungsstrecke reduziert die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt auf nur 45 Minuten – eine dramatische Verbesserung gegenüber der bisherigen Reisedauer von knapp drei Stunden. „Ein gewaltiger Qualitätssprung für Pendler, Reisende und die Wirtschaft“, betont Peter Hanke, SPÖ-Minister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur gegenüber Heute.

Der aktuelle ÖBB-Rahmenplan 2025-2030 sieht Investitionen in Höhe von 19,7 Milliarden Euro vor, die über jährlich bereitgestellte 3,2 Milliarden Euro finanziert werden. Die ursprünglich geplanten 31 Milliarden Euro wurden im Zuge der Budgetkonsolidierung auf diese realistischere Summe reduziert. Der Löwenanteil fließt in den Ausbau der Bahninfrastruktur, die Instandhaltung und die Erweiterung des Zugmaterials. Mit der Anschaffung von 330 neuen Zügen wird die Sitzplatzkapazität um 40 Prozent erhöht. „Jeder, der in den nächsten Jahren mit den ÖBB unterwegs ist, wird den Qualitätssprung spüren“, verspricht der Minister.

Die neue Koralmbahn ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h und verändert die Mobilitätslandschaft in der Region grundlegend. Auch auf den inneralpinen Strecken sind Verbesserungen geplant. Die Verbindung von Wien nach Klagenfurt verkürzt sich auf 2:40 Stunden – eine Zeitersparnis von mehr als einer Stunde gegenüber der aktuellen Fahrzeit.

Obwohl die ÖBB im europäischen Vergleich bereits eine hohe Pünktlichkeitsquote aufweisen, sieht Hanke weiteres Verbesserungspotenzial. Er steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit dem Management, um sowohl die Pünktlichkeit als auch die Kommunikation mit den Fahrgästen zu optimieren.

Das unter Leonore Gewessler eingeführte KlimaTicket hat eine Preisanpassung erfahren: Seit August beträgt der Jahrespreis 1.300 Euro, ab 2026 steigt er auf 1.400 Euro. Hanke rechtfertigt diese Erhöhung mit wirtschaftlichen Herausforderungen und den notwendigen Investitionen in neue Züge und die Instandhaltung der Strecken. „Die 1.400 Euro sind im europäischen Vergleich ein absoluter Spitzenwert“, erklärt der Minister.

Auf Kritik, dass Flugreisen oft günstiger seien als Bahnfahrten, reagiert Hanke mit Zurückhaltung. Er warnt davor, die verschiedenen Verkehrsträger gegeneinander auszuspielen, und betont, dass die Bahn für viele Kurzstrecken die optimale Alternative darstelle. Für die Zukunft plant er bessere Verknüpfungen zwischen den Verkehrsmitteln, etwa direktere Übergänge vom Zug zum Flugzeug.

E-Mobilität fördern

Bis 2026 sollen knapp 500 Millionen Euro in die Förderung der E-Mobilität investiert werden. Mit dem Programm eMove Austria wird die Ladeinfrastruktur ausgebaut – bis 2030 sollen 95 Prozent der Österreicher eine Schnellladestation im Umkreis von zehn Kilometern erreichen können. Auch für den Umstieg auf E-Antrieb bei Zweirädern und Lkw sind Unterstützungsmaßnahmen vorgesehen.

Die veränderten Mobilitätsmuster der letzten 15 Jahre erfordern nach Ansicht des Ministers neue Regelungen. Eine Novelle der Straßenverkehrsordnung ist in Vorbereitung. Ab 2026 müssen E-Mopeds auf der Straße fahren und mit einem Kennzeichen ausgestattet sein, statt wie bisher auf Radwegen zu verkehren.

Hanke strebt zudem eine Helmpflicht für E-Scooter und E-Bikes an, um die Zahl der Kopfverletzungen bei Unfällen zu reduzieren. Er hofft auf eine parteiübergreifende Einigung auf Regierungsebene für die Umsetzung dieser Maßnahmen.

Forschung stärken

Trotz geopolitischer Spannungen und regionaler Probleme zeigt sich der Minister zuversichtlich hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Inflation müsse weiter abkühlen, was durch regelmäßige Regierungssitzungen und eine geplante Klausur unterstützt werde.

Innovation bildet einen Schwerpunkt in Hankes Ressort. Jährlich werden über 620 Millionen Euro in Forschung, Innovation und Technologie investiert. Die Forschungsquote soll bis 2030 auf vier Prozent steigen. „Jeder Euro in Forschung bringt fast das Sechsfache im BIP zurück“, unterstreicht der Minister die wirtschaftliche Bedeutung dieser Investitionen.

Abschließend betont Hanke die gute Zusammenarbeit mit allen Regierungsmitgliedern und die bereits erreichte wirtschaftliche Stabilisierung.

„Diesen Weg müssen wir mit großer Anstrengung und viel Energie weiterführen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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