Im dritten Bezirk in Wien läuft derzeit ein Polizeieinsatz von erheblichem Ausmaß, ausgelöst durch Meldungen über abgefeuerte Schüsse. Der Schauplatz des Vorfalls, die Apostelgasse, wurde schnell zum Mittelpunkt einer intensiven Sicherheitsaktion.

Ursprüngliche Annahmen, die Schießerei habe im Bezirk Favoriten stattgefunden, erwiesen sich als fehlerhaft. Anwohner und Passanten berichteten von zwei Schüssen, was die Behörden zur Annahme veranlasste, dass es sich um einen Schusswaffeneinsatz handelte.
Einsatzkräfte vor Ort
Die Sondereinheiten WEGA und Cobra, unterstützt durch ein gepanzertes Fahrzeug, waren unter den ersten am Ort des Geschehens. Im Moment konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Durchsuchung des Innenhofes und der umliegenden Wohnhäuser.
Weitere Polizeikräfte wurden aus verschiedenen Teilen der Stadt zusammengezogen, um auf die Lage zu reagieren. Die Hintergründe des Vorfalls sowie mögliche Opfer sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar. Die Polizei bemüht sich um eine rasche Klärung der Situation und wird demnächst weitere Informationen bereitstellen.
Bezirk unter Hochspannung
Der Vorfall löste bei den Anrainern der Apostelgasse verständlicherweise Besorgnis und Unruhe aus. Die großräumige Absperrung durch die Polizeikräfte und das sichtbare Aufgebot an Spezialeinheiten trägt zu einer angespannten Atmosphäre bei. Bewohner wurden angewiesen, den Bereich zu meiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten.
Update
„Ein Anrainer hat Schüsse vernommen und die Polizei verständigt“, so Polizeisprecher Dittrich. Sowohl im Innenhof als auch in den umliegenden Häuser wurden keine Auffälligkeiten gefunden. Ein Anwohner der Wiener Apostelgasse hatte Samstagvormittag vermeintliche Schüsse in einem Wohnkomplex mit mehreren Stiegen gehört.
Gegen 12 Uhr wurde der Einsatz, an dem auch die Sondereinheit WEGA und die Wiener Berufsrettung beteiligt waren, jedoch wieder beendet. „Man weiß noch nicht, ob überhaupt Schüsse gefallen sind. Es könnte sich auch um eine Schreckschusspistole oder Knallfrösche gehandelt haben. Vorsorglich wurde beim Einsatz die Berufsrettung hinzugezogen“, erklärt er abschließend.