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WARNUNG

Schwarzer Panther in Serbien gesichtet

(FOTO: . EPA/FERENC KALMANDY, iStock/Aniket Mane)

Nachdem sich die Nachricht an die Öffentlichkeit verbreitet hatte, dass ein wildes Tier, ein schwarzer Panther, in der Umgebung von Sonta (ein Dorf in der Gemeinde Apatin in Serbien) gesichtet wurde, sind die Einwohner im Alarmmodus.

Einige dachten sogar, dass dies ein geschmackloser Streich war, aber das war es nicht.

Das Forstunternehmen  „Vojvodinasume“ gab eine Warnung vor diesem gefährlichen Tier heraus, und die Glaubwürdigkeit dieser Information wurde den serbischen Medien von dieser Aktiengesellschaft bestätigt. Ihre Mitteilung lautet wie folgt:

„Das öffentliche Unternehmen “Vojvodinasume” in Petrovaradin, die Zweigstelle des Unternehmens  “Sombor”, die Forstverwaltung “Apatin” informiert alle Mitbürger, dass ein schwarzer Panther (Leopard) auf den Feldern der Gemeinde Apatin gesichtet wurde. Das Raubtier ist extrem gefährlich und wir appellieren hiermit an die Bürger, auf sich und ihre Nächsten aufzupassen. Wenn jemand einen schwarzen Panther sieht, ist es notwendig, sofort die zuständige Polizeidienststelle zu informieren.“

Petar Sladic ist vorerst der einzige Bewohner, der zugestimmt hat, öffentlich bekannt zu geben, dass er dieses Tier aus der Raubkatzenfamilie mit eigenen Augen gesehen hat. Für Dnevnik in Novi Sad sagte er, dass es ihm nicht egal sei, „weil seine Kinder oft alleine mit Fahrrädern in der Umgebung, im Wald und auf den Feldern fahren”.

Seine persönliche Erfahrung und Begegnung mit dem Raubtier sowie ein Gespräch mit einem der örtlichen Jäger, der ebenso ein unbekanntes Tier in der Gegend entdeckte, beweisen, dass es sich genau um diese Tierart handelt.

„Mit einem Wärmebildfernglas, das ein etwas verändertes Bild liefert, sah dieser Jäger ein Tier, das viel größer war als ein Wolf, aber mit einem sehr langen Schwanz, der für diese Katzenart charakteristisch ist. Er hat auch keinen Zweifel daran, dass es sich zumindest um ein Tier handelt, das nicht aus unserer Gegend stammt“, sagt Petar.

Milan Miric-Miki, Besitzer des Zoos „Zoo Miki“, des ersten privaten Zoos im ehemaligen Jugoslawien, und auch Mitarbeiter des Regionalamtes für Naturschutz, sagte, dass es keine früheren Zeugnisse über die Existenz dieses Tieres im Land gibt.

„Wenn es sich in diesem Fall um einen schwarzen Panther handelt, der im vergangenen Winter in der Nähe von Kecskemét, Ungarn, gesucht wurde und der nach meinen, wenn auch inoffiziellen Informationen tatsächlich aus der Gefangenschaft in Österreich entkommen ist, ist alles möglich. Obwohl es sich um ein Tier handelt, das in unserer Gegend nicht existiert, würde seine Anpassungsfähigkeit es ihm ermöglichen, länger zu überleben, insbesondere wenn es eine Nahrungsquelle hat. Und genau das können die dichten Wälder der Donauregion neben einem sicheren Unterschlupf für diese Art von Raubtieren bieten“, sagt Miric, der auch behauptet, dass diese Art von Tieren keine große Gefahr für den Menschen darstellen würde.

„Im Falle einer Begegnung mit Menschen würde ein Leopard, der eine der kleinsten Wildkatzen ist, weglaufen und vorher auf jeden Fall versuchen, von niemandem gesehen zu werden“, sagte Miric.

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