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Umverteilung

Schweden streicht Afrika-Hilfen – Milliarden fließen in Ukraine

Schweden streicht Afrika-Hilfen – Milliarden fließen in Ukraine
(FOTO: iStock)
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Schweden setzt neue Prioritäten bei Hilfsgeldern: Während fünf Entwicklungsländer künftig leer ausgehen, fließen Milliarden zusätzlich in die Ukraine.

Entwicklungshilfe umstrukturiert

Die schwedische Regierung hat am Freitag angekündigt, ihre Entwicklungshilfe für fünf Länder in den kommenden Jahren schrittweise einzustellen. Die freiwerdenden Mittel sollen gezielt zur Aufstockung der Unterstützung für die Ukraine verwendet werden. Schweden zählt zu den großzügigsten Geberländern im Bereich der humanitären Hilfe und hat in den vergangenen drei Jahren jährlich rund 56 Milliarden Kronen für diesen Zweck bereitgestellt.

Für den Zeitraum 2026 bis 2028 plant die Regierung nun, die Ausgaben auf jährlich 53 Milliarden Kronen zu reduzieren und klare Prioritäten zu setzen – darunter auch die Finanzierung von Maßnahmen im Bereich Migration und Rückführung.

Betroffene Länder

Konkret beabsichtigt das skandinavische Land, seine Hilfsprogramme für Simbabwe, Tansania, Mosambik, Liberia und Bolivien auslaufen zu lassen, wie Benjamin Dousa, Minister für internationale Entwicklungszusammenarbeit und Außenhandel, erklärte. Bereits seit dem Regierungswechsel 2022 hat Schweden die Unterstützung für mehr als zehn Länder eingestellt, darunter Burkina Faso und Mali.

Ukraine-Fokus

„Die Ukraine ist Schwedens wichtigste außenpolitische und entwicklungspolitische Priorität. Deshalb plant die Regierung, die Hilfe für die Ukraine auf mindestens 10 Milliarden Kronen, umgerechnet etwa 910 Millionen Euro, im Jahr 2026 zu erhöhen“, betonte Dousa. Er fügte hinzu: „Es gibt keine geheime Gelddruckmaschine für Entwicklungszwecke, und das Geld muss irgendwoher kommen.“

Nach Angaben der Regierung werden die geplanten Maßnahmen in den kommenden zwei Jahren mehr als zwei Milliarden Kronen freisetzen, die für die Ukraine eingesetzt werden können.

Die Mittel sollen unter anderem in den Wiederaufbau der ukrainischen Energieinfrastruktur fließen.

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