So grausam war die Attacke auf die serbischen Wasserballspieler in Split (FOTOS...

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So grausam war die Attacke auf die serbischen Wasserballspieler in Split (FOTOS + VIDEOS)

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Attacke auf die serbische Wasserballspieler
Attacke auf die serbische Wasserballspieler (FOTO: Screenshot/Slobodna Dalmacija, RAS Srbija)

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Nach der Attacke auf die Wasserballspieler des Klubs Roter Stern Belgrad (Crvena Zvezda) am Samstag in Split, hielt die serbische Mannschaft eine Pressekonferenz in den Räumlichkeiten ihres Sportvereins, wo die schockierten Details dieses Vorfalls enthüllt wurden.

Drei Spieler von Roter Stern Belgrad waren am Samstag wenige Stunden vor einem geplanten Regionalligaspiel in einem Café an der Uferpromenade attackiert worden. „Am Samstagmorgen hatten wir ein Training, nach dem wir zwei Stunden frei hatten. Eine Gruppe der Spieler fragte den Trainer, ob sie an der Strandpromenade spazeiern gehen dürfen, während die anderen ins Hotel gingen“, erklärte Dušan Vasić, einer der Spieler, der angegriffen wurde.

Attacke wegen Zvezda-Wappen
„An der Promenade gab es viele Leute und das Wetter war schön. Am Weg zurück ins Hotel gingen wir in ein Lokal. Sobald wir uns hingesetzt haben, fragte der Kellner unseren Kollege, Aleksandro Kralj, was für ein Bild auf seinem T-Shirt ist es. Es war das Wappen unseres Clubs, was ich auch dem Kellner erklärte, indem ich ihn sagte, dass wir Wasserballspieler sind und wir später ein Match haben. Er antwortete darauf, dass das nicht lustig ist und dass Kralj das Wappen lieber decken sollte“, sagte Vasić bei der Konferenz weiter.

„Wir haben uns entschlossen, das Lokal zu verlassen und gingen in ein anderes. Nach 15-20 Minuten, als wir unseren Kaffee genossen haben, fingen die Angriffe auf meinen Kollegen Maksimović und mich. Kralj wurde am schwersten verletzt, da er in diesem Moment gesimst hat und die Rauferei nicht rechtzeitig erkannt hat“, so Vasić. Dem Tormann Aleksandro Kralj wurde die Nase gebrochen und einer der Angriefer hat ihm Schnitte im Bein verpasst. Der verletzte Spieler musste sogar ins Wasser springen, um sein Leben zu retten.

Aleksandro Kralj zeigt die Schnittwunde bei der Pressekonferenz
Aleksandro Kralj zeigt die Schnittwunde bei der Pressekonferenz (FOTO: RAS, Srbija)

„Nachdem ich mich von den Angreifern befreite, begann ich zu laufen und der einzige Ausweg war das Meer. Als ich im Wasser einige Minuten lang war, warf man die Sachen auf mich und man drohte mir, dass ich das Trikot meines Clubs ausziehen soll. Außerdem wollten sie wissen, ob ich mich als Četnik bekenne. Ich habe ihnen gesagt, dass ich Montenegriner bin. Das habe ich vorher mehrmals im Affekt gesagt. Falls sie mich getötet hätten, sollten sie wissen, wer ich bin“, so der Tormann Kralj.

Die "Trophäen" der Angreifer
Die „Trophäen“ der Angreifer (FOTO: Facebook/Balkanski navijaci)

Unterlassene Hilfeleistung
„Als das ganze Chaos vorbei war, ging ich ins Kaffeehaus zurück, um unsere Sachen abzuholen. Ich habe in mehreren Lokalen gebeten, dass sie mir einen Taxi anrufen, sodass ich wieder ins Hotel kann. Keiner wollte mir entgegenkommen und alle haben mich eingfach ignoriert. Sogar in einem Hotel wollte man mir nicht helfen. Zum Glück kam endlich ein Taxi auf der Straße vorbei und ich schaffte es, ins Hotel zu kommen“, offenbarte Vasić das unmenschliche Benehmen der Passanten und Augenzeugen.

Aleksandro Kralj im Wasser
Aleksandro Kralj im Wasser (FOTO: Screenshot/Slobodna Dalmacija)

Zwischenstaatlicher Streit
Das serbische Außenministerium zeigte sich in einer Protestnote „tief besorgt und enttäuscht“ über den Zwischenfall, berichteten Medien am Montag. Außenminister Ivica Dačić bezeichnete den Angriff als „Folge einer antiserbischen Kampagne“. Präsident Aleksandar Vučić zeigte sich überzeugt, dass so etwas in Serbien nicht passieren könnte. „Ich befürchte, dass dies nicht der letzte derartige Fall war“, sagte er laut Medien und rief zur Kooperation in der Region auf. Laut Vučić sollte man in beiden Ländern „gegenseitig die Differenzen und verschiedene Ansichten auf die Vergangenheit respektieren und gemeinsam eine andere Zukunft aufbauen“.

Das Video mit um sein Leben kämpfendem Aleksando Kralj könnt ihr auf der nächsten Seite sehen.

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