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Song Contest stürzt ins Chaos: Jetzt fehlt auch Irland bei den Proben

(FOTO: EPA-EFE/JESSICA GOW)
(FOTO: EPA-EFE/JESSICA GOW)

Inmitten des Eurovision-Trubels kam es zu einem weiteren Vorfall. Die irische Teilnehmerin Bambie Thug sah sich gezwungen, eine dringliche Angelegenheit an die Europäische Rundfunkunion (EBU) heranzutragen, nachdem vor den Proben zur Flaggenparade auf ein bedenkliches Ereignis aufmerksam geworden war. Bambie Thug äußerte sich besorgt über Kommentare im israelischen Fernsehen, die vor ihrer Aufführung im ersten Halbfinale gefallen waren. Diese Kommentare hätten die festgelegten Eurovisionsregeln verletzt.

Auf Instagram erklärte die Künstlerin den Vorfall und dessen Bedeutung für ihr weiteres Vorgehen im Wettbewerb. „Lieber Coven, es gab eine Situation, während wir auf unseren Auftritt bei der Flaggenparade warteten, die ich als dringend erachtungsbedürftig empfand“, teilte Bambie Thug mit. Die EBU habe diese Angelegenheit ernst genommen und in Gesprächen erörtert, welche Schritte nun erforderlich wären. Diese Umstände führten dazu, dass Bambie Thug eine wichtige Probe verpasste.

Bedeutungsvolle Eskalation

Besondere Aufmerksamkeit erlangte der Kommentar des israelischen Senders KAN, der die Zuschauerinnen und Zuschauer im Voraus warnte, dass Bambie Thugs Aufführung „die gruseligste“ des Abends sein würde, voll von „Zaubersprüchen und schwarzer Magie“. Weiterhin wurde erwähnt, dass die Künstlerin sich negativ über Israel äußere. Dieser Kommentar löste eine Welle der Empörung aus, wobei Bambie Thug daraufhin forderte, dass Israel für die Missachtung der Eurovisionsregeln Konsequenzen tragen solle.

Der irische Rundfunk RTÉ hat bisher keine offizielle Beschwerde bei der EBU wegen des Kommentars eingereicht und sich nicht öffentlich dafür ausgesprochen, Israel aus dem Wettbewerb auszuschließen.

Provokationen durch israelische Delegation

Der Sender RTVE hat eine Erklärung veröffentlicht, in der er die EBU aufgefordert hat, die Pressefreiheit zu gewährleisten, nachdem ein spanischer Journalist vor Ort beim Eurovision Song Contest von der israelischen Delegation schikaniert worden sei. Juan Ma sei eingeschüchtert worden, nachdem er Kommentare zur anhaltenden Krise in Palästina abgegeben hatte: „In den elf Jahren, in denen ich über (den ESC) berichtete, habe ich mich auf dem Festival noch nie so unsicher gefühlt.

Die anhaltenden Spannungen zwischen Mitarbeitern, Journalisten und Delegationen beim Eurovision Song Contest 2024 wurden am Freitag in einem vom israelischen Sender Kan veröffentlichten Video weiter hervorgehoben.

Das Filmmaterial zeigt den leitenden Nachrichtensprecher Dov Gil-Har bei der Konfrontation mit Apson, der Joost Klein im Rahmen seines Auftritts von „Europapa“ im Halbfinale zwei auf der Bühne begleitete. Provokativ fragt er den Darsteller, warum die Niederlande nicht bei der Nachmittagsprobe für das große Finale erschienen seien .

Ein weiteres Video zeigt wie der niederländische Teilnehmer belästigt wird, weil er nicht für ein Foto posieren will:

Kontroverse Aussagen

Der Vorfall zeigt die komplexe Natur des Eurovision Song Contests, wo Musik, Politik und kulturelle Werte sich überschneiden. Was als musikalische Feier begann, hat in diesem Fall eine tiefere Diskussion über Respekt, Toleranz und die Grenzen der Meinungsfreiheit entfacht.