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Solidarität

Landesweite Empörung: Klofrau wegen einem Euro Trinkgeld entlassen

Landesweite Empörung: Klofrau wegen einem Euro Trinkgeld entlassen
(FOTO: iStock/Imagesines)
2 Min. Lesezeit |

Die Entlassung einer Pariser Toilettenfrau, die lediglich ein Trinkgeld von einem Euro annahm, sorgt landesweit für Empörung. Die Toilettenfrau, bekannt als Sarah, sah sich nach einem Jahrzehnt treuer Dienste im Pariser Bahnhof Montparnasse plötzlich mit einer Kündigung konfrontiert, ein Vorfall, der die Arbeitsbedingungen unter die Lupe nimmt und Fragen bezüglich der Menschlichkeit in der Arbeitswelt aufwirft.

Breite Unterstützung und Solidarität

Die Nachricht von Sarahs Kündigung löste eine Welle der Solidarität aus. Eine von Thomas Portes, einem Abgeordneten der Linken, initiierte Petition zur Unterstützung von Sarah hat bisher fast 34.420 Unterschriften gesammelt (Stand 10.5.). Die Forderung: Sarahs Wiedereinstellung samt rückwirkender Lohnzahlung. Nach zehn Jahren Arbeit als Toilettenfrau im Pariser Bahnhof Montparnasse ist die alleinerziehende Mutter zweier Kinder plötzlich entlassen worden, weil sie von einem Toilettenbenutzer entgegen den Regeln das Trinkgeld angenommen habe, heißt es in der Petition. Die Firma sieht die Trinkgeldannahme deswegen als Diebstahl. Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf die oft prekären Arbeitsbedingungen von Angestellten im Dienstleistungssektor.

Kontroverse um Entlassung

Die Staatsbahn SNCF und das mit der Reinigung beauftragte Unternehmen haben bislang keine Stellung zu den Vorwürfen bezogen. Berichte deuten jedoch darauf hin, dass die Entscheidung, Sarah zu entlassen, auf Aufnahmen der Videoüberwachung basierte, was von der Gewerkschaft CGT als Missbrauch dieser Technologie kritisiert wird. Der Gewerkschafter Richard Bloch wird die Toilettenfrau nun bei ihrer Klage vor dem Arbeitsgericht verteidigen.

Landesweite Empörung

Sarah selbst äußerte sich gegenüber BFMTV bedrückt über die Situation. Nach Jahren harter Arbeit, erscheine ihr die Kündigung wegen eines Euros als ungerecht und überzogen. Ihre Bitte um Verzeihung blieb ungehört, ein Schicksal, das nun landesweit Aufmerksamkeit und Empörung hervorruft.

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KO KOSMO-Redaktion
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