Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Spinnenbiss

Spinnenbiss hinterlässt Krater im Bein – Frau meidet Garten seit Jahren

Spinnenbiss hinterlässt Krater im Bein – Frau meidet Garten seit Jahren
Foto: istock
2 Min. Lesezeit |

Ein Griff in die Wäsche, ein stechender Schmerz – und eine Narbe, die bis heute geblieben ist.

Danni Virgo, 45 Jahre alt und wohnhaft im englischen New Romney in der Grafschaft Kent, nahm ihre Wäsche von der Leine und zog die frisch gewaschene Schlafanzughose direkt an. Als Mutter schilderte sie, wie es dazu kam: „Wir haben eine Wäscheleine in meinem Garten und sie verstecken sich gerne in den Klammern.“ Offenbar hatte sich die Spinne von einer Wäscheklammer in das Kleidungsstück vorgearbeitet. „Ich hatte meinen Schlafanzug aufgehängt, holte ihn herein und beschloss, ihn im Grunde sofort anzuziehen“, erklärte Virgo den Hergang.

Schwarze Bisswunde

Was dann folgte, beschrieb die 45-Jährige so: „Sie muss in meine Schlafanzughose gekrochen sein. Ich habe mich hingesetzt und den gewaltigsten Stich gespürt. Es war wirklich schmerzhaft.“ Beim Blick auf ihr rechtes Bein entdeckte sie die Ursache: „Ich habe mir mein rechtes Bein angeschaut und da war sofort ein roter Hügel. Dann sah ich diese Spinne unten aus meiner Schlafanzughose krabbeln.“

Bereits am nächsten Tag verfärbte sich die betroffene Stelle schwarz. Die Bisswunde, etwa so groß wie eine 10-Pence-Münze, hinterließ einen tiefen Krater in der Haut. Mediziner stellten fest, dass das Gift einer Falschen Witwe für die Verletzung verantwortlich war – jener Spinnenart, die als die gefährlichste ganz Großbritanniens eingestuft wird.

Garten gemieden

Die Wunde verheilte schließlich ohne operativen Eingriff. Doch nur wenige Wochen danach wurde Virgo gleich zweimal erneut von Falschen Witwen gebissen und erkannte, dass ihr Garten von den Tieren regelrecht befallen war. Versuche, die Spinnen mit Pfefferminz-Spray am Zaun, natürlichen Ölen und handelsüblichen Anti-Spinnen-Sprays zu vertreiben, schlugen allesamt fehl.

Sechs Jahre nach dem ersten Vorfall meidet die Frau, die mit einer bleibenden Narbe zurückgeblieben ist, ihren Garten vollständig und hängt Wäsche seither nicht mehr im Freien auf.

Vor diesem persönlichen Hintergrund warnt Virgo heute öffentlich vor den giftigen Tieren. Dass ihre Erfahrung kein Einzelfall ist, belegen Zahlen des britischen Gesundheitsdienstes NHS: Im Jahr 2025 wurden in Großbritannien 100 Krankenhauseinweisungen infolge von Spinnenbissen verzeichnet – mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2015, als 47 Fälle registriert wurden. Als Hauptursache für diesen deutlichen Anstieg gilt die zunehmende Ausbreitung der Edlen Falschen Witwe im Land.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen