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Konzertabsage

Terroralarm bei Taylor Swift: Vor diesem Moment hatte sie seit Jahren Angst

Terroralarm bei Taylor Swift: Vor diesem Moment hatte sie seit Jahren Angst
(FOTO: EPA/Sarah Yenesel)
3 Min. Lesezeit |

Die Musikwelt erlebte einen Schock, als die erfolgreiche Sängerin Taylor Swift ihre geplanten Konzerte in Wien kurzfristig absagen musste. Die Vorfreude war immens, denn die Künstlerin wollte an drei aufeinanderfolgenden Abenden vor etwa 200.000 Fans im Ernst-Happel-Stadion auftreten. Doch knapp 24 Stunden vor dem ersten Auftritt deckten die Behörden eine ernste Bedrohung auf: Ein islamistischer Anschlag mit potenziell katastrophalen Folgen drohte.

Taylor Swifts Furcht vor solchen Szenarien hat eine lange Geschichte. Ein einschneidendes Erlebnis war der Bombenanschlag bei einem Ariana Grande-Konzert am 22. Mai 2017 in Manchester, bei dem 22 Menschen ums Leben kamen und Hunderte verletzt wurden. Auch wenn Grande selbst körperlich unversehrt blieb, hinterließ das Ereignis tiefe Spuren in der Musikbranche. Swift berichtete zwei Jahre später in der Zeitschrift „Elle“ von ihrer Angst: „Nach dem Anschlag in Manchester und der Schießerei in Las Vegas hatte ich große Bedenken, auf Tour zu gehen. Wie sollten wir drei Millionen Fans über sieben Monate hinweg schützen?“

Die Folge waren massive Sicherheitsvorkehrungen bei ihren Konzerten und auch in ihrem persönlichen Leben. „Meine Angst vor Gewalt hat sich auf mein Privatleben übertragen. Ich trage einen QuikClot-Armeeverband bei mir, der für Schuss- oder Stichwunden gedacht ist,“ so Swift weiter.

Radikalisierung und akute Bedrohung

Die österreichische Polizei nahm zwei Terrorverdächtige fest, darunter einen 19-jährigen radikalisierten Islamisten, der Anschläge auf die Wien-Konzerte plante. Angesichts der ernsten Bedrohungslage entschlossen sich die Behörden, alle drei Termine abzusagen. Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer sprach von einer verhinderten „Tragödie“.

Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, und die Polizei gab an, dass noch nach weiteren Verdächtigen gefahndet werde. Obwohl die Festnahme von zwei Personen bestätigt wurde, blieben weitere Details aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst unter Verschluss. Medienberichte suggerierten, dass die Sicherheitslage weiterhin angespannt sei.

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Konsequenzen für Fans und Veranstalter

Für die zahlreichen Fans, die in Wien die Auftritte ihres Idols erleben wollten, ist die Absage eine große Enttäuschung. Pro Abend wären 65.000 Menschen im Stadion und zusätzliche 15.000 bis 20.000 in dessen Umgebung erwartet worden. Die ausverkauften Konzerte sollten ein Highlight der aktuellen Tournee darstellen.

Für Taylor Swift war die Absage ein schwerer Schritt, dennoch betonte sie immer wieder die Wichtigkeit von Sicherheit. Ihre Worte aus dem „Elle“-Interview bleiben aktuell: „Jeden Tag versuche ich, mich an das Gute in der Welt zu erinnern und an den Glauben an die Menschheit. Wir müssen mutig leben, um uns wirklich lebendig zu fühlen, und das bedeutet, sich nicht von unseren größten Ängsten beherrschen zu lassen.“