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Fahndung

Totes Baby im Park: Polizei sucht nach diesem Paar

Totes Baby im Park: Polizei sucht nach diesem Paar
FOTO: LPD Kärnten
2 Min. Lesezeit |

Nach dem Fund eines toten Säuglings im Klagenfurter Europapark fahndet die Polizei mit Phantombildern nach einem jungen Pärchen, das am Tatort gesehen wurde.

Nach der Entdeckung eines toten Säuglings im Europapark in Klagenfurt hat die Polizei nun konkrete Hinweise auf die mutmaßlichen Eltern. Die Ermittler suchen derzeit nach zwei Personen und haben entsprechende Phantombilder veröffentlicht.

Arbeiter machten am 5. Juli 2025 im Klagenfurter Europapark eine erschütternde Entdeckung: Sie fanden einen verstorbenen männlichen Säugling, der in einer Tasche zurückgelassen worden war. Die Ermittlungen haben mittlerweile erste Fortschritte erzielt, weshalb die Polizei nun mit Phantombildern nach zwei Verdächtigen fahndet.

Gesuchtes Pärchen

Bei den Gesuchten handelt es sich laut Polizeiangaben um ein „junges, möglicherweise auch jugendliches Pärchen“. Zeugen beobachteten die beiden am 29. Juni 2025 zwischen 6.30 und 9 Uhr im Bereich des Iriskogels innerhalb des Europaparks. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: „Sachdienliche Hinweise werden unter der Nummer 059 133 203333 oder in jeder Polizeiinspektion entgegengenommen“, teilen die Beamten mit.

Ermittlungsstand

Die Ermittlungen konzentrieren sich nicht auf den Tatbestand des Mordes, sondern auf die Tötung eines Kindes bei der Geburt. Die Untersuchungen richten sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausschließlich gegen die Mutter, sondern gegen unbekannte Personen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen die Behörden davon aus, dass die Entbindung weder in einem Krankenhaus stattfand noch unter Betreuung einer Hebamme erfolgte.

Alternative Hilfsangebote

Fälle wie dieser werfen die Frage auf, ob die betroffenen Personen über bestehende Hilfsangebote informiert waren. In Österreich bieten alle Krankenhäuser die Möglichkeit einer anonymen Geburt an, bei der Frauen kostenlos und ohne Angabe ihrer Identität entbinden können. Das Kind wird anschließend zur Adoption freigegeben, die Mutter bleibt straffrei.

Auch Babyklappen sind in allen Bundesländern verfügbar und ermöglichen es, Neugeborene sicher und anonym abzugeben. Diese Einrichtungen werden von Beratungsstellen und Krankenhäusern aktiv beworben, um genau solche tragischen Vorfälle zu verhindern. Schwangere in Notsituationen können sich zudem rund um die Uhr an kostenlose Beratungshotlines wenden.

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KO KOSMO-Redaktion
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