Gesundheitsminister Johannes Rauch offenbart in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung die immensen Kosten der Vernichtung überschüssiger Corona-Impfdosen. FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak spricht von einer skandalösen Verschwendung von Steuergeldern.

Die Zahlen sind alarmierend: Allein im Jahr 2023 mussten 17,1 Millionen Corona-Impfdosen kostenpflichtig vernichtet werden. Zusätzlich wurden mehr als 650.000 Impfdosen gespendet. Heuer mussten bereits etwa 8,4 Millionen Dosen entsorgt werden, da diese abgelaufen waren. Bis Ende des Jahres wird erwartet, dass weitere 338.000 Dosen das gleiche Schicksal erleiden werden. Insgesamt summieren sich diese Zahlen auf mehr als 27 Millionen vernichtete Impfdosen, was nach Schätzungen einem finanziellen Verlust in Millionenhöhe an Steuergeldern entspricht, wie FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak in einer aktuellen Presseaussendung erklärt.
Geheimverträge und fehlende Transparenz
Ein weiteres Problem ist die mangelnde Transparenz bezüglich der genauen Kosten und Konditionen der Impfstoff-Beschaffungen. „Es ist inakzeptabel, dass die Preise der Impfstoffe unter Verschluss gehalten werden und sich die Regierung hinter Geheimverträgen versteckt“, kritisiert Kaniak. In seiner parlamentarischen Anfrage bat er um detaillierte Auskunft zu den Kosten der Impfdosen für das Jahr 2023, erhielt jedoch keine konkreten Zahlen. Laut Gesundheitsminister Rauch könne eine Auflistung der Kosten Rückschlüsse auf den vertraulichen Dosenpreis zulassen, weshalb keine Angaben gemacht werden können. Kaniak betont: „Diese Geheimniskrämerei ist unverständlich und eines modernen demokratischen Staates unwürdig.“
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Impfstoff-Einkauf trotz Lagerbeständen
Zusätzlich zu den bereits vernichteten Dosen zeigt sich ein weiteres Problem in der Menge der gelagerten Impfstoffe. Laut Gesundheitsminister Rauch befinden sich derzeit noch 881.644 Impfdosen in den Lagern, von denen viele bald ablaufen könnten. Gleichzeitig muss Österreich allein im zweiten Halbjahr 2024 weitere 1,2 Millionen Impfdosen erwerben.
Diese Misswirtschaft wird laut Kaniak durch eine falsche Einkaufsstrategie der schwarz-grünen Regierung verstärkt. Er wirft der Regierung vor, im Einvernehmen mit der EU-Spitze übermäßige Mengen eingekauft zu haben.
Quellen: FPÖ