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Überfordertes AMS-Personal benötigt Unterstützung!

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AMS (FOTO: zVg.)

Mitarbeiter der Arbeitsmarktservices sind derzeit im Dauerstress. Seit der Ausgangssperre sind 138.000 neue Arbeitslosenfälle dazugekommen.

Bis zu 5.000 neue Arbeitslosenanträge und genausoviele Kurzarbeitsanfragen kommen alleine beim AMS Wien täglich herein. Sowohl die Mitarbeiter als auch der Hotline-Dienst stehen unter Dauerstress.

Seit dem Ausbruch der Pandemie und dem der damit zusammenhängenden Ausgangssperre, haben sich zwischen dem 16. und dem 23. März 138.000 Menschen als arbeitslos gemeldet und die Zahlen steigen weiterhin rapide.

Ein AMS-Mitarbeiter meinte gegenüber dem „KURIER“ schwer besorgt: „Wenn es so weiter geht und wir nicht mehr Personal bekommen, bricht das System völlig zusammen!“ Er soll sich von der Politik im Stich gelassen fühlen.

Laut „KURIER“ stockte das Arbeitsministerium von 40 auf 600 Mitarbeiter, diese seien jedoch nur externe Aushilfen. Zwar helfen diese beim Ausfüllen der Kurzarbeitsformulare aus, die Abrechnung der Kurzarbeit übernimmt aber weiterhin das hauseigene Personal. Künftig sollen Umschichtungen aus der Vermittlung entlasten. „Das AMS ist derzeit die zentrale Drehscheibe zur Aufrechterhaltung des heimischen Wirtschaftssystems, ein Zusammenbruch wäre fatal“, alarmiert AK-Wien-Direktor Christoph Klein und fordert eine Aufstockung auf mindestens 500 Planposten.

Das Arbeitsmarktservice fordert alle Betroffenen auf sich in erster Linie über das eAMS-Konto oder per eMail an die jeweilige Regionalgeschäftsstelle zu wenden. Von Besuchen in den AMS-Geschäftsstellen wird dringend abgeraten.