Ungarns Energieoffensive auf dem Balkan nimmt Fahrt auf: Budapest verspricht Serbien massiv mehr Öl und verhandelt gleichzeitig über Beteiligung am serbischen Energieriesen NIS.
Der ungarische Außen- und Handelsminister Peter Szijjarto kündigte gestern in Belgrad eine deutliche Ausweitung der Öllieferungen nach Serbien an. Nach einem Gespräch mit der serbischen Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Djedovic Handanovic, stellte er in Aussicht, dass der ungarische Konzern MOL seine Ölexporte ins Nachbarland um das 2,5-fache steigern werde. Szijjarto versicherte dabei, Ungarn werde alle verfügbaren Ressourcen nutzen, um Serbien bei der Ölversorgung zu unterstützen.
MOL-NIS Verhandlungen
Parallel dazu bestätigte Gergely Gulyas, Kabinettschef des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, dass derzeit Verhandlungen über eine mögliche Beteiligung des ungarischen Öl- und Gaskonzerns MOL am serbischen Energieunternehmen NIS laufen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, bezeichnete Gulyas eine potenzielle Einigung als “normale Marktoperation”, betonte jedoch, dass sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium befänden.
Laut Gulyas liege es im Interesse von NIS, die russische Eigentümerschaft zu beenden.
Eine stärkere Rolle des ungarischen Konzerns MOL sei dabei eine der möglichen Optionen für die zukünftige Ausrichtung des serbischen Unternehmens.
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