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FOODWATCH ÖSTERREICH

Unverschämter Betrug bei Preisen und Verpackungen

Lebensmittel Inflation Österreich
(FOTO: iStockphoto/Drazen Zigic)

Für den Einkauf von Lebensmitteln in Österreich müssen die Bürger nun tiefer in den Geldbeutel greifen, da die Preise deutlich gestiegen sind.

Eine Analyse der Arbeiterkammer des Landes Tirol ergab, dass seit April beispielsweise Zucker um 60 Prozent, Öl um 48 Prozent und Mehl um 33 Prozent teurer geworden sind. Bei Milch liegt der Preisanstieg zwischen 11,51 und 14,39 Prozent, bei Butter hat sich der Preis um bis zu 15 Prozent erhöht.

In ihrer Analyse hat die Arbeiterkammer den Preis von 19 identischen Produkten, die Bürger kaufen, verglichen und herausgefunden, wie stark die Preise in den letzten sechs Monaten gestiegen sind.

Die Organisation „foodwatch Österreich“ stellte eine „versteckte“ Preiserhöhung fest.

„Bei allen Lebensmitteln haben unsere Recherchen gezeigt, dass die Hersteller in den letzten Monaten ihren Gehalt reduziert haben. Zudem sind die Preise deutlich gestiegen“, sagt die Leiterin der Organisation, Heidi Porstner.

„foodwatch Österreich“ stellte nämlich eine indirekte Preiserhöhung durch eine Verringerung des Inhalts von Lebensmittelverpackungen bei gleichbleibendem Preis, aber teilweise auch mit Preiserhöhung fest.

So wurde bei dem Produkt Ovomaltine festgestellt, dass der Gehalt um 10 Prozent reduziert wurde, während der Preis seit Jahresbeginn um 20 Prozent gestiegen ist. Eine Tüte Doritos Sweet Chili Pepper Snacks hat 12 Prozent weniger Inhalt, bei einer Preiserhöhung von 14 Prozent.

Gleichzeitig sei die Inhaltsreduzierung, so die Organisation, dem Konsumenten vom Hersteller nicht mitgeteilt worden.

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