Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Skandal

Urlaub gebucht, Hotel weg: Hunderte Serben wurden Opfer von Betrug

Urlaub gebucht, Hotel weg: Hunderte Serben wurden Opfer von Betrug
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Hunderte serbische Urlauber erlebten 2026 böse Überraschungen – und die Behörden griffen härter durch als je zuvor.

Innerhalb der ersten acht Monate des laufenden Jahres 2026 sind bei der serbischen Tourismusinspektion 307 Beschwerden gegen Reisebüros eingegangen. Die Beanstandungen reichten von mangelhafter Unterkunftsqualität über die Nichteinhaltung vereinbarter Reisepläne bis hin zu abgebrochenen Urlauben und Flugverspätungen.

Kontrollen und Konsequenzen

Um dem Missstand entgegenzuwirken, führte die Tourismusinspektion des serbischen Ministeriums für Tourismus und Jugend im selben Zeitraum insgesamt 5.449 Kontrollen durch – sowohl reguläre als auch außerordentliche. Dabei wurden 727 Anträge auf Einleitung von Ordnungswidrigkeitsverfahren gestellt sowie 65 Strafbescheide erlassen.

Vier Reisebüros sahen sich mit Anträgen auf Lizenzentzug konfrontiert; in einem Fall wurde die Lizenz tatsächlich entzogen. Betroffen war die Agentur Magelan Travel doo aus Novi Sad. Das ebenfalls aus Novi Sad stammende Büro „Putopis“ zog die Konsequenzen noch vor Abschluss des Verfahrens und ließ sich selbständig aus dem Tourismusregister streichen.

Vorfall in Griechenland

Besonders in Erinnerung geblieben ist ein Vorfall, der Dutzende serbische Urlauber in Griechenland in eine missliche Lage brachte: In Ofrinio standen die Reisenden buchstäblich vor dem Nichts – die gebuchten Unterkünfte waren nicht vorhanden. Im Mittelpunkt des Geschehens standen die Reisebüros „Barcino Travel“ und „Travel Industry Management“. Gegen Barcino Tours verhängte die Tourismusinspektion eine vorübergehende Verbotsverfügung für die Organisation von Reisen, stellte einen Antrag auf Lizenzentzug und verwies die Auszahlungsansprüche der betroffenen Reisenden an die Versicherung.

Als häufigste Ursachen für Beschwerden nennt die Tourismusinspektion unbefugte Geschäftstätigkeit sowie die Nichterfüllung vertraglicher Pflichten gegenüber den Kunden. Die Behörde weist zudem darauf hin, dass Reiseveranstalter gesetzlich verpflichtet sind, den Eingang einer Reklamation schriftlich oder auf elektronischem Weg zu bestätigen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen