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Strandguide

Versteckte Paradiese: Kroatiens schönste Strände diesen Sommer

Versteckte Paradiese: Kroatiens schönste Strände diesen Sommer
(Symbolbild FOTO: iStock)
6 Min. Lesezeit |

Kroatien lockt mit Buchten, die kaum jemand kennt – und Stränden, die Europas Bestenlisten anführen. Dieser Sommer bietet beides.

Kristallklares Wasser, der würzige Duft von Pinien, das sanfte Rauschen der Wellen – und darunter warmer Sand oder glatter Kiesel unter den Füßen. Die kroatische Küste macht dieses Bild zur Wirklichkeit. Die Adria gehört seit Jahrzehnten zu den begehrtesten Reisezielen Europas, und das aus gutem Grund: Kaum ein anderes Meer verbindet Transparenz, Farbe und Wildheit auf so eindrucksvolle Weise.

Abseits der belebten Promenaden und Hafenstädte warten Buchten, die einem den Atem verschlagen – manche längst auf den Bestenlisten Europas verewigt, andere noch immer kaum bekannt und nahezu unberührt. Wer sein ganz persönliches Stück Küste sucht, muss dafür nicht weit reisen. Die schönsten Strände der Adria liegen näher, als man denkt.

Hier sind die kroatischen Strände, die in diesem Sommer einen Besuch verdienen.

Stille Buchten

Im südlichen Zipfel der Halbinsel Pelješac, unweit von Žuljana, verbirgt sich der Kieselstrand Vučine – eine der stillen Perlen der Adria. Dichter Pinienbewuchs spendet natürlichen Schatten, das Meer leuchtet in einem ungewöhnlichen Blau, und die Unterwasserwelt lädt zum Schnorcheln ein. Erreichbar ist der Strand über einen Schotterweg durch den Wald – wer ihn findet, wird mit einem authentischen dalmatinischen Erlebnis belohnt, fernab von Trubel und Touristenströmen.

Wer bereit ist, einen schmalen, in den Fels gehauenen Pfad hinabzusteigen, wird am Ende mit einem der außergewöhnlichsten Anblicke der kroatischen Küste belohnt: Der Strand Pasjača liegt am Fuß der Konavle-Klippen südöstlich von Dubrovnik, eingebettet zwischen steilem Gestein und türkisem Meer. Gastronomie sucht man hier vergebens – und genau das macht den Reiz dieses Ortes aus. Stille, Natur und das Rauschen des Meeres sind alles, was hier zählt.

Im mittelalterlichen Städtchen Nin liegt einer der seltenen Sandstrände Kroatiens: die Kraljičina plaza, die Königinnenbucht. Der Legende nach soll hier die Gemahlin des ersten kroatischen Königs Tomislav gebadet haben. Heilender Schlamm, lange Spaziergänge im seichten Wasser und der Blick auf das Velebit-Massiv machen ihn zur idealen Wahl für alle, die Erholung mit einem Hauch Naturheilkunde verbinden möchten.

Zlatni rat bei Bol auf der Insel Brač ist wohl der bekannteste Strand Kroatiens – und einer der meistfotografierten weltweit. Seine markante, spitz zulaufende Form, die sich je nach Wind und Strömung verändert, ist ein Naturphänomen ohne Vergleich. Kiesel, kristallklares Wasser, Pinienpromenaden und ideale Bedingungen für Windsurfen und Kitesurfen machen Zlatni rat zum Inbegriff des adriatischen Sommers – für Sportbegeisterte ebenso wie für Familien und Ruhesuchende.

Im Südosten der Insel Pag, nahe Metajna, wartet eine der fotogensten Buchten der gesamten Küste: Beritnica. Drei mächtige Felsblöcke ragen aus dem Meer und verleihen der Bucht eine fast unwirkliche, surreale Anmutung. Die karge, mondähnliche Landschaft Pags bildet den Kontrast zum außergewöhnlich klaren Wasser. Erreichbar ist Beritnica zu Fuß oder per Boot – wer den Weg auf sich nimmt, findet eine Abgeschiedenheit, die in der Hochsaison rar geworden ist.

Inseln & Abgeschiedenheit

Stiniva auf der Insel Vis wurde nicht ohne Grund mehrfach unter die schönsten Strände Europas gewählt. Die Einfahrt zur Bucht ist kaum breiter als ein Bootsrumpf, dahinter öffnet sich ein kleines Amphitheater aus weißem Kies und türkisem Wasser, umschlossen von hohen Felswänden. Wer den steilen Pfad zu Fuß wählt, kommt schwitzend an – und will nie mehr weg. Gastronomie gibt es keine, Lärm auch nicht. Nur das Meer, die Felsen und die Stille.

Der Strand Sakarun im Nordwesten von Dugi otok erinnert auf den ersten Blick eher an die Karibik als an die Adria: weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, ein Pinienwald als natürliche Kulisse. Knapp 800 Meter lang und mit flachem Zugang zum Meer ist er ideal für Familien. Trotz seiner Bekanntheit – Sakarun ziert unzählige Postkarten und Drohnenaufnahmen – bewahrt er ein Gefühl von Weite und Unaufgeregtheit, das viele Strände dieser Güte längst verloren haben.

Wer die Kornaten besucht, kommt an Lojena nicht vorbei. Der einzige echte Sand-Kiesel-Strand des Nationalparks liegt an der Südwestküste der Insel Levrnaka und ist ausschließlich per Boot erreichbar – was ihn zu einem der exklusivsten Badeplätze der Adria macht. Weißer Kies, türkisfarbenes Wasser und die karge, steinige Umgebung der Kornaten schaffen einen Farb- und Formenkontrast, der in seiner Schönheit kaum zu überbieten ist. Ideal für einen Tagesausflug in völliger Stille.

Auf der autofreien Insel Silba verkörpert der Strand Šotorišće genau jenen Geist, der die Insel ausmacht: langsam, ruhig, unbeschwert. Der weitläufige Kies-Sand-Strand liegt direkt beim Ort, ist leicht zu Fuß erreichbar und bietet flachen Meereseinstieg sowie natürlichen Schatten durch einen Pinienstreifen. Familien schätzen die Zugänglichkeit, Ruhesuchende die Atmosphäre. Der Blick aufs offene Meer tut das Übrige.

Im Südwesten der Insel Krk, nahe Stara Baška, liegt die Bucht Oprna – eine der schönsten und wildesten der gesamten Insel. Ein schmaler Pfad führt einen steilen Hang hinunter, der Abstieg erfordert etwas Kondition. Was unten wartet, rechtfertigt die Mühe: Kiesel, türkisfarbenes Wasser in mehreren Blautönen, Felsen ringsum und kein Lärm. Oprna ist der Strand für alle, die unberührte Natur, Privatsphäre und das Gefühl schätzen, etwas entdeckt zu haben, das nicht jeder kennt.

An der Nordwestküste von Hvar, nahe dem Dorf Sveta Nedjelja, liegt Lučišće – eine wilde Bucht, die man über einen steilen Naturpfad erreicht. Die Felsen ringsum schützen vor Wind, das türkisfarbene Wasser ist ungewöhnlich tief und klar, und die Landschaft wirkt nahezu unberührt. Kein Touristenrummel, keine Infrastruktur – nur das Meer und die Stille. Lučišće ist nicht für jeden gemacht, aber wer den Weg findet, versteht sofort, warum dieser Ort so hartnäckig in Erinnerung bleibt.

Wer Dubrovnik besucht, kommt am Strand Banje kaum vorbei. Direkt unterhalb der Altstadt gelegen, bietet er weißen Kies, freien Blick auf die Stadtmauern und die Insel Lokrum sowie eine vollständige Infrastruktur mit Liegestühlen, Beach Bar, Restaurant und Wassersport. Banje ist kein verstecktes Juwel – er ist das Gegenteil davon: glamourös, belebt und untrennbar mit dem Sommerbild Dubrovniks verbunden.

Tagsüber Sonne und Meer, abends das Leuchten der alten Stadtmauern im Hintergrund.

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KO KOSMO-Redaktion
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