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FLÜSSIGERDGASIMPORT AUS TEXAS REDUZIERT

Vor welche Herausforderungen steht die Gasversorgung?

(FOTO: Freeport LNG)
(FOTO: Freeport LNG)

Der US-Exporteur von verflüssigtem Erdgas (LNG), Freeport LNG, berichtet, dass er die Produktion in der beschädigten Gasverflüssigungsanlage erst im März nächsten Jahres vollständig wiederherstellen wird, was auf neue Probleme für Importeure in Europa hinweist.

Im Juni stellte das Unternehmen den Betrieb einer Anlage in Quintana, Texas, ein, nachdem eine Gasleitung platzte, die eine Explosion und einen Brand verursachte. Die Gasleitung brach wegen zu hohen Drucks, aber die Verarbeitungsanlagen wurden nicht beschädigt.

Sie kündigten dann an, dass die Anlage im September weiter betrieben werde, jedoch mit begrenzter Kapazität, und dass sie bis Ende des Jahres die volle Kapazität erreichen sollte, schreibt HINA.

Am Dienstag berichtete das Unternehmen, dass es plant, bis zur zweiten Novemberhälfte 85 Prozent der Produktion im Werk in Texas wiederherzustellen. Die volle Kapazität soll bis März nächsten Jahres erreicht sein.

Die Anlage macht ein Fünftel der US-LNG-Exporte aus und ist ein wichtiger Lieferant für europäische Kunden, die nach alternativen Bezugsquellen suchen. Es verflüssigt täglich etwa sechs Millionen Kubikmeter Erdgas und kann bei voller Kapazität 15 Millionen Tonnen Flüssiggas pro Jahr exportieren.

Zur Erinnerung: Laut Daten des Analyseunternehmens Rystad Energy haben seit Mai rund 3,3 Millionen Kubikmeter Europa verlassen, verglichen mit 2,3 Millionen im März. Rund 70 Prozent der Exporte von Freeport gingen in den vergangenen Monaten in die EU und nach Großbritannien. Frankreich, die Türkei und die Niederlande gehören in diesem Jahr zu den größten Importeuren.

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