Zwei Brände, zwei Todesopfer, Hunderte auf der Flucht – auf der griechischen Insel Salamis spitzte sich die Lage dramatisch zu.
Auf der griechischen Insel Salamis, unweit von Athen, forderten zwei nahezu gleichzeitig ausgebrochene Waldbrände mindestens zwei Menschenleben. Hunderte Urlauber und Anwohner mussten ihre Aufenthaltsorte verlassen. Die Feuer entstanden am Sonntag im Süden und Osten der Insel, in unmittelbarer Nähe viel besuchter Badebuchten – das bestätigte Feuerwehrsprecher Giannis Artopios in einem Statement gegenüber dem Fernsehsender ERT.
Zwei Todesopfer
Im südlichen Teil der Insel stießen Einsatzkräfte auf zwei Todesopfer. Die Leichen wurden in der Nähe des Strandes Peristeria aufgefunden, wie ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Über die Identität der Verstorbenen war zunächst nichts bekannt.
Nach Angaben der Feuerwehr wurden neben den zwei Todesopfern insgesamt vier weitere Menschen mit Brandverletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Angesichts der sich ausbreitenden Flammen wurden Badegäste und Bewohner der betroffenen Gebiete zur sofortigen Evakuierung aufgerufen. Die Rettungsmaßnahmen erstreckten sich dabei auch auf den Seeweg: Die griechische Küstenwache entsandte fünf Patrouillenboote, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Darüber hinaus beteiligten sich auch private Wasserfahrzeuge an der Bergungsaktion.
Massiver Löscheinsatz
Die Brände griffen auf bewohnte Bereiche über. Rund 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen einzudämmen. Aus der Luft unterstützten vier Löschflugzeuge und sechs Hubschrauber die Bodenkräfte im Kampf gegen die Waldbrände.
Für den Tag des Brandes war die Insel Salamis von den griechischen Behörden in die sehr hohe Waldbrandgefährdungsstufe 4 eingestuft worden. Starke Winde erschwerten die Eindämmung der Feuer zusätzlich.