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REZESSION

Wert des Euro im freien Fall

Symbolbild. iStock/Anurak Tepkhamtai
Symbolbild. iStock/Anurak Tepkhamtai

An den europäischen Börsen wird seit zwei Tagen hintereinander ein Rückgang der Aktienpreise verzeichnet, während der Kurs des Euro gegenüber dem Dollar aktuell sein 20-Jahres-Tief erreicht hat. Die aktuelle Energiekrise erhöht das Risiko einer bevorstehenden Rezession in Europa.

Der Kurs des Euro gegenüber dem Dollar bewegt sich zum ersten Mal seit 20 Jahren unter einem Dollar und hat aktuell mit 0,9940 Dollar seinen absoluten Tiefststand erreicht.

Der STOXX 600 Aktienindex der 600 größten europäischen Unternehmen verzeichnet seit zwei Tagen einen Rückgang an den Börsen und meldete um 9:30 Uhr ein Minus von 0.26 Prozent.

Der Londoner FTSE 100 (Financial Times Stock Exchange Index) rutschte um 0,47 Prozent auf 7.498 Punkte ab, während der Frankfurter DAX nach einem Rückgang um 0,07 Prozent aktuell 13.224 Punkte erreicht. Der Pariser CAC Index fiel um 0.22 Prozent auf 6.364 Punkte, berichtet die kroatische Nachrichtenagentur HINA.

Die Aktienpreise fallen auch an den Börsen in Asien. So verzeichnete der MSCI AC Asia Pacific Index ohne Japan gestern um 9:30 Uhr ein Minus von 0,4 Prozent.

Auch der japanische Nikkei an der Tokioer Börse ist um 1,2 Prozent gefallen, während die Aktienpreise in Schanghai, Hong Kong, Südkorea und Australien einen Rückgang zwischen 0,1 und 1,1 Prozent melden. Die Anleger sind insbesondere über den abrupten Rückgang an der Wall Street verunsichert. Der Dow Jones ist nämlich um 1,91 nach unten gerutscht, während der S&P 500 um 2.14 Prozent und der Nasdaq um ganze 2.55 Prozent absackten.

Während der letzten Wochen hielt sich der vorsichtige Optimismus der Anleger, dass der leichte Rückgang der Inflationsrate in den USA, die ihre Höchstwerte in den letzten 40 Jahren erreicht hatte, die amerikanische FED dazu veranlassen würde, in Zukunft eine weniger aggressive Politik der Zinserhöhung zu verfolgen.

Gaspreise auf Rekordhoch

Vor einigen Tagen war der Gaspreis in Europa um 13 Prozent gestiegen, nachdem die russische Gazprom eine dreitägige Unterbrechung der Gasversorgung über Nord Stream 1 vom 31. August bis 2. September wegen „Wartungsarbeiten“ angekündigt hatte. Daraufhin kletterten die Gaspreise auf ein Rekordhoch.

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