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Betrugsfall

Wien: 75-Jährige verliert 70.000 Euro an falschen Polizisten

Wien: 75-Jährige verliert 70.000 Euro an falschen Polizisten
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

70.000 Euro weg – und ein Waffenarsenal in der Wohnung: Ein Wiener Betrugsfall nimmt eine brisante Wendung.

Ein 35-jähriger Österreicher soll eine 75-jährige Frau um ihr gesamtes Erspartes gebracht haben. Die Wiener Polizei hat den Mann wegen des Verdachts des schweren Betrugs im Rahmen einer kriminellen Organisation sowie wegen Verstößen gegen das Waffengesetz angezeigt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt eingeliefert.

Festnahme in Meidling

Nach umfangreichen Ermittlungen gelang es den Behörden, den Tatverdächtigen zu identifizieren und festzunehmen. Am frühen Donnerstagmorgen griffen Beamte den 35-Jährigen an seiner Wohnadresse in Wien-Meidling auf. Die anschließende Wohnungsdurchsuchung brachte zwei Schlagringe, einen Elektroschocker sowie eine geladene Faustfeuerwaffe zutage – gegen den Mann war zum Zeitpunkt der Festnahme bereits ein aufrechtes Waffenverbot in Kraft.

Betrug am Telefon

Die eigentliche Tat hatte sich bereits am 29. Juli zugetragen. Ein bislang unbekannter Täter soll die Pensionistin telefonisch kontaktiert und sich dabei als Leiter des Wiener Landeskriminalamts ausgegeben haben. Er überredete die Frau, ihr in einem Bankschließfach in Wien-Donaustadt gelagertes Bargeld abzuheben, da es dort angeblich nicht mehr sicher sei. Die 75-Jährige vertraute dem Anrufer und übergab ihre Ersparnisse dem vermeintlichen Polizisten – der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 70.000 Euro.

Die Masche ist nicht neu: Seit Mitte 2018 wurden bei der Wiener Polizei 805 Betrugsanrufe sogenannter „falscher Polizisten“ registriert, in 205 Fällen waren die Täter erfolgreich. Besonders ältere Menschen geraten immer wieder ins Visier der Betrüger.

Die Polizei weist darauf hin, dass sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände für Bürger aufbewahrt. Bei verdächtigen Anrufen, in denen nach Wertgegenständen, Bargeld oder Kontoguthaben gefragt wird, empfiehlt sie, das Gespräch sofort abzubrechen und die Polizei zu kontaktieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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