Wien-Neubau bekommt ab Montag neue Verkehrsregeln – und die Änderungen betreffen mehr als nur eine Einbahn.
Ort des Geschehens
In der Neubaugasse zwischen Siebensterngasse und Burggasse wird ab Montag, 17. August, eine Einbahnregelung eingeführt, die den Durchzugsverkehr in diesem Abschnitt künftig unterbinden soll. Gleichzeitig entfällt die Rechtsabbiegespur von der Burggasse in die Neubaugasse. Vom Einbahnbetrieb ausgenommen bleibt die Buslinie 13A, die den Abschnitt weiterhin in beiden Richtungen befahren wird.
Die Maßnahmen verfolgen das Ziel, neben der Verkehrsberuhigung auch die Sicherheit im Straßenraum sowie die Qualität des öffentlichen Aufenthalts zu erhöhen. Der betroffene Abschnitt wird künftig über Burggasse, Kirchengasse und Siebensterngasse angefahren. Um diese Zufahrt zu ermöglichen, wird das bislang geltende Einfahrverbot in der Siebensterngasse zwischen Zollergasse und Neubaugasse aufgehoben.
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Neue Verkehrsführung
Das Rechtsabbiegen in die Neubaugasse wird damit zulässig. Die Ladezonen innerhalb des neuen Einbahnbereichs werden auf die rechte Straßenseite verlegt, sodass sie fortan in Fahrtrichtung liegen. Der südliche Teil der Neubaugasse bleibt über die Westbahnstraße erreichbar.
Mit der Entfernung der Rechtsabbiegespur an der Einmündung Burggasse–Neubaugasse geht eine Verbreiterung des dortigen Gehsteigs einher, der künftig mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger bieten soll. Darüber hinaus wird die Haltestelle der Linie 48A um rund zehn bis fünfzehn Meter in Richtung der Kreuzung mit der Neubaugasse verschoben, was den Umsteigeweg zwischen den Linien 48A und 13A spürbar verkürzt.
Inhalt 2
In der Siebensterngasse werden drei Bäume neu gepflanzt: einer im Bereich der Hausnummern 39 bis 41, zwei weitere auf Höhe der Nummer 43. Der dort bislang befindliche Taxistand wird in die Kirchengasse 23 bis 27 verlegt. Die beschriebenen Verkehrsregelungen treten ebenfalls mit Montag, 17. August, in Kraft.
Wissenschaftliche Grundlage
„Wer Pionierprojekte umsetzt, muss bereit sein, sie laufend zu evaluieren und dort weiterzuentwickeln, wo Verbesserungen möglich sind. Genau diesen Weg gehen wir in der Neubaugasse“, so Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne). Grundlage für die nun umgesetzten Anpassungen ist eine wissenschaftliche Evaluierung der Neubaugasse, die vor sechs Jahren umgestaltet worden war.
Die Untersuchung wurde vom Foresight Institut im Auftrag der MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung durchgeführt. Sie umfasste eine repräsentative Bevölkerungsbefragung, Interviews mit Stakeholderinnen und Stakeholdern – darunter Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Wirtschaft, der Sozialpartner, der Wiener Linien sowie weiterer Institutionen – sowie eine von der Wirtschaftskammer begleitete Befragung von Unternehmenden.
Inhalt 3
Kurt Wilhelm, Obmann der „im7ten – IG der Kaufleute“ am Neubau, kommentiert: „Dass die Verkehrsorganisation nun auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse weiterentwickelt wird, stärkt den Wirtschaftsstandort Wien-Neubau nachhaltig.“