Wien verschärft die Regeln im Öffi-Netz – und das betrifft Tausende Pendler, die täglich auf eine beliebte Kombination setzen.
Die Wiener Linien passen ihre Beförderungsbedingungen an: Wer in Wien täglich mit Bus oder Straßenbahn unterwegs ist, muss sich auf eine wesentliche Änderung einstellen. Ab dem 1. September 2026 ist die Mitnahme von E-Fahrzeugen – darunter E-Scooter und zusammenklappbare E-Bikes – in diesen Verkehrsmitteln nicht mehr gestattet. Hintergrund ist der Wunsch, mehr Raum für die täglich rund 2,5 Millionen Fahrgäste der Wiener Linien zu schaffen.
Die neue Regelung erfasst sämtliche Busse und Straßenbahnen im Netz der Wiener Linien. E-Scooter sind unabhängig davon, ob sie zusammengeklappt werden oder nicht, von der Mitnahme ausgeschlossen. Wer sein E-Fahrzeug bisher auf innerstädtischen Strecken kombiniert mit dem Öffi-Netz genutzt hat, muss künftig auf andere Lösungen ausweichen.
Begründung der Entscheidung
Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl begründen die Entscheidung mit konkreten Erfahrungen aus dem Fahrbetrieb. „Gerade in den Stoßzeiten ist es oft eng, E-Scooter nehmen viel Raum ein und können zu Stolperfallen werden“, erklärt Sima. Reinagl ergänzt, dass „E-Scooter vor allem in stark ausgelasteten Fahrzeugen als störend empfunden“ würden. Fahrgast-Rückmeldungen sowie interne Auswertungen seien in die Entscheidung eingeflossen.
U-Bahn-Ausnahmen
In der U-Bahn bleibt die Mitnahme von E-Scootern grundsätzlich erlaubt, jedoch mit zeitlichen Einschränkungen: An Werktagen ist der Transport nur zwischen 9 und 15 Uhr sowie ab 18.30 Uhr bis Betriebsschluss möglich. An Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen gilt die Erlaubnis ganztägig. Wer gegen die neuen Bestimmungen verstößt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro rechnen.
Nicht elektrisch betriebene Scooter sind vom Verbot ausgenommen, sofern sie zusammengeklappt mitgeführt werden.