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MEET & GREET

Wien: WKW vernetzt sich mit Balkan-Gastronomen

Meet & Greet - Balkan-Gastronomen und Fachgrupper der Gastronomie in der WKW (FOTO: KOSMO)

KOSMO organisierte am Freitag, den 24. Januar das erste Meet & Greet zwischen den Gastronomen aus der BKS-Community und dem Fachgruppenobmann der Gastronomie in der WKW, Peter Dobcak und dem Experten für Schanigarten-Fragen, Mag. Andreas Edinger. Das Treffen fand im beliebten Lokal „Tesla“ im 15. Wiener Gemeindebezirk statt.

Ziel dieses Treffens war es, Gastronomen der Stadt mit Experten der Wirtschaftskammer zu vernetzen und ihnen eine Möglichkeit zu bieten, ihre Anliegen vor Ort kundzutun.

Die in der letzten Zeit eingeführten gesetzlichen Änderungen (wie z . B. das Rauchverbot) führten zu vielen Missverständnissen und somit auch zu vielen Strafen bei den Gastronomen in Wien. Viele haben neue Bestimmung falsch oder nur zum Teil verstanden. Die Fachgruppe in der WKW steht im Dienste der Gastronomen, wenn es um derartige Änderungen geht, und bietet eine umfangreiche Beratung sowie fachliche Begleitung bei allen notwenigen Umbauarbeiten oder ähnlichen Arbeiten, die eine Anpassung verlangen.

Peter Dobcak, der sich bereits seit vielen Jahren für die Interessen und Fragen der Gastronomen einsetzt, verkündete im Rahmen seiner Fachgruppe in der WKW, dass viele Gastronomen aus der BKS-Community nicht wissen, dass ihnen die Fachgruppe rund um die Uhr zur Verfügung steht.

„In der Kammer gibt es Menschen, die den Gastronomen zur Verfügung stehen. Viele von ihnen haben leider keine Zeit in die Kammer zu gehen, oder sich zu erkundigen. Daher gibt es aber die Fachgruppe mit den begleitenden ExpertInnen, die rechtzeitig Auskunft geben können und Fragen wie z. B., wie man mit die gesetzlichen Änderungen umgehen kann, beantworten können. Daher appelliere ich an sie, bei derartigen Änderungen immer zuerst uns anzurufen, um mit unserer Unterstützung und Begleitung Änderungen richtig durchführen zu können“, betonte Dobcak.

Peter Dobcak: „In der Kammer gibt es Menschen, die den Gastronomen für alle Fragen zur Verfügung stehen.“ (FOTO: KOSMO)

Ein weiteres Ziel ist es, eine starke Vertretung in den gesetzgebenden Körperschaften zu haben bzw. im Parlament und im Rathaus. „Das wäre der logische nächste Schritt“, so Dobcak, der sich wünscht, in den Landtag zu ziehen. „Sollte das gelingen, was ich sehr hoffe, dann wäre mein erstes Anliegen, rechtzeitig unnötige Gesetze und zusätzliche Belastungen für die Gastronomen zu verhindern oder zumindest umzuformulieren.“

Für die bevorstehenden Wirtschaftskammer-Wahlen wäre der Kontorllwahn ein wichtiger Punkt für Dobcak: „Die Behörden kontrollieren viel zu intensiv und suchen richtig nach Verstößen, um eine Strafe ausstellen zu können. Gerade in der Gastronomie ist viel Flexibilität erforderlich und wir haben schon zu viele Auflagen und bürokratische Belastungen und sind keine kleinen Kinder. Wir wissen sehr gut, was wir tun und man muss uns nicht durchgehend kontrollieren. Ein bestimmtes Maß an Vertrauen wäre demnach angebracht.“

Als größte Schwachstelle im Bereich der BKS-Gastronomie sieht der Experte, dass viele Gastronomen nicht wissen, dass sie eine Vertretung in der WKW haben: „Die Schwachstelle sind wir als Wirtschaftskammer, weil wir verabsäumt haben, rechtzeitig auf die Community zuzugehen und klarzustellen, dass es uns gibt und, dass wir als Berater für die Gastronomen zur Stelle sind. Das war und ist mein größtes Anliegen. Die Gastronomen sind in den Betrieben, sie haben nicht viel Zeit, um sich um etwas zu kümmern und haben genügend Belastungen. Sie sollten sich um ihre Gäste kümmern können und ich finde, darauf sollte der Fokus liegen und das versuche ich durch meine Arbeit auch.“

Sprecher für die BKS-Gastronomen in der Fachgruppe

Um das Bewusstsein über ihre rechtlichen Möglichkeiten zu verstärken und sich mehr zu vernetzen, sei ein Sprecher für die BKS-Gastronomen in der Fachgruppe von großem Vorteil. Alle am Gespräch beteiligte Personen einigten sich am Freitag darauf, dass eine Person, die sich um die Probleme und Anliegen der BKS-Gastronomen kümmern kann, gewählt werden sollte.
„Das ist eine großartige Idee. Es gibt viele Gastronomen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind oder mit der WKW oder der Politik nicht vernetzt sind. Daher brauchen wir eine Person, die unsere Interesse vertreten würde“, sagte Dejan Božić, einer der Inhaber von „Tesla“.

„Wir brauchen wirklich jemanden, der die Anliegen aller Gastronomen aus dem ehemaligen Jugoslawien mit Herz und Seele vertreten würde. Es freut mich sehr, dass heute so viele gute und fleißige Gastronomen zusammengetroffen sind. Es ist endlich mal Zeit, dass die WKW uns wahrnimmt und auch für uns Stellung ergreift “, so Boban Buligović, der Inhaber von „Club Ex Yu in Wien“.

Beim Treffen hatten die anwesenden Gastronomen die Möglichkeit, dem Fachgruppenobmann sowie dem Schanigarten-Experten jegliche Fragen zu stellen. „Es passiert vieles in der Gastronomie und manche Regelungen sind für uns immer noch schwammig. Man sollte den Fokus darauf legen, diese Regelungen zu konkretisieren, damit wir uns nicht aus Versehen in die Lage versetzen, Strafen zu bekommen. Aus diesem Grund finde ich, dass das heutige Treffen äußerst wichtig ist und alle meine Fragen wurden beantwortet“, so Dejan Božić.

Mag. Edinger: „Wir haben ein eigenes Tool auf der Homepage der Wirtschaftskammer für die Erstellung des Schanigarten-Plans.“ (FOTO: KOSMO)

Mag. Andreas Edinger hob zudem zwei große Probleme angesichts der Schanigärten hervor: „Zum einen liegen die Schwächen beim Antragstellen. Schanigartenpläne sind oft unvernünftig. Der Plan ist oft so schlecht, dass man nicht weiß, wo denn der Schanigarten liegen soll. Dafür haben wir ein eigenes Tool auf der Homepage der Wirtschaftskammer – „Wie zeichne ich einen Schanigartenplan“. Wer sich das Video dazu ansieht, ist nachher in der Lage einen Plan zu zeichnen, mit dem die Behörde auch einverstanden ist. Es gibt also eine Webseite, auf der steht, wie man einen Schanigarten beantragen kann. Von Seiten der Behörde der Stadt Wien haben wir zwei Probleme. Die Schanigärten in der Parkspur werden nicht neun, sondern nur fünf Monate bewilligt und wenn ich keinen breiten Gehsteig habe, muss ich auf die Parkspur ausweichen. Wenn es dann nach fünf Monaten aus ist, muss der Schanigarten geschlossen werden. Das zweite Problem ist, dass der Gehsteig oft zu schmal ist und, dass die Stadt Wien plötzlich beschließt, dass man nicht einen zwei Meter sondern einen zweieinhalb Meter breiten Gehsteig braucht. Daher werden die bestehenden Schanigärten aufgelöst.“