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UNGEWÖHNLICH

Wiener Bezirk bekommt Gebäude ohne Heizung

(FOTO: iStock/ AlbertPego)

In einem der größten smarten Quartiere Europas, der Seestadt Aspern in der österreichischen Hauptstadt, wurde kürzlich der Grundstein für das erste Bürogebäude ohne Heizung gelegt.

Das Gebäude wird durch die Struktur selbst warm gehalten, für die sich die Architekten von Termitenhügeln inspirieren ließen. Die Temperatur im Gebäude wird laut Planern zwischen 22 und 26 Grad liegen.

Achtzig Zentimeter dicke Ziegelwände, dreischichtige Holzfenster und moderne Sensortechnik sind die Hauptmerkmale des neuesten 7.000 Quadratmeter großen ROBIN-Bürogebäudes in Wien. In dem Gebäudekomplex, der aus drei Blöcken besteht, wird es 300 Arbeitsplätze geben.

Das Besondere an diesem Gebäude ist, dass weder beim Heizen noch beim Kühlen Kohlendioxid freigesetzt wird.

„Die Idee für das Lüftungsdesign haben uns Termiten gegeben. Die Heizelemente werden die Menschen selbst sein, denn jeder menschliche Körper gibt 80-90 W Wärme an seine Umgebung ab. Und die von der Beleuchtung abgegebene Wärme wird in Mauern aus Ziegel gespeichert.“, erklärt Erwin Soravia, Leiter des Konzerns Immobilienentwicklung. Dank traditioneller Baumaterialien und moderner Technik wird es im Gebäude immer mindestens 22 Grad auch ohne Heizkörper warm sein, mit angenehmer Atmosphäre und hoher Luftqualität in den Räumen.

Da keine Kühl- und Heizkosten anfallen und der Schwerpunkt auf Software statt Hardware liegt, bleiben die Gemeinkosten immer um 30 Prozent niedriger als in herkömmlichen Bürogebäuden.

Die Fertigstellung des Baus dieses innovativen Komplexes wird für 2024 erwartet.

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