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Häuser evakuiert

Wienfluss über die Ufer getreten – Hält die Mauer zur U-Bahn? (VIDEOS)

Wienfluss über die Ufer getreten – Hält die Mauer zur U-Bahn? (VIDEOS)
KOSMO
4 Min. Lesezeit |

In den letzten Stunden war die Wiener Berufsfeuerwehr aufgrund eines heftigen Unwetters besonders gefordert. Über 1.100 Einsätze sind dabei verzeichnet worden.

Besonders betroffen war der 14. Bezirk, wo der Wienfluss in Penzing stellenweise über die Ufer getreten ist und zur Evakuierung von Häusern führte.

Überflutungen in Penzing

Entlang der Ludwiggasse haben die Wassermassen des Wienflusses bereits erste Häuser überschwemmt. Die Feuerwehr berichtet, dass einige Gebäude nur noch mit Booten erreichbar sind. In den frühen Morgenstunden mussten daher mehrere Personen in Sicherheit gebracht werden.

(VIDEO: Redaktion)

Dauerregen und starker Wind

Der unaufhörliche Regen und der starke Sturm haben die Einsatzkräfte der Feuerwehr extrem gefordert. Etwa die Hälfte der mehr als 1.100 Einsätze im letzten 24-Stunden-Zeitraum ist auf den heftigen Niederschlag zurückzuführen, während die andere Hälfte durch den starken Wind verursacht wurde. Die Feuerwehr hatte vor allem damit zu kämpfen, umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und Wassereinbrüche in Gebäuden, Kellern und Tiefgaragen zu bewältigen.

Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf betonte, dass das Ansteigen der Pegelstände des Wienflusses und des Liesingbachs ein erhebliches Gefahrenpotenzial darstellt. „Insbesondere das Ansteigen der Pegel des Wienflusses bzw. des Liesingbaches sorgen weiterhin für Gefahren in diesem Bereich“, teilte Schimpf mit.

Liesingbach (VIDEO: zVg)
Liesingbach (VIDEO: zVg)

Mittlerweile vier U-Bahnlinien betroffen

Nach heftigen Regenfällen sind der Betrieb der Wiener U-Bahn-Linien U2, U3, U4 und U6 stark beeinträchtigt. Besonders die Linie U4 ist betroffen, die nur mehr zwischen Friedensbrücke und Heiligenstadt verkehrt. Der Grund hierfür ist der dramatisch gestiegene Wasserstand des Wienflusses, der in der letzten Nacht einen kritischen Pegel erreicht hat.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag stieg der Pegel des Wienflusses bei der Kennedybrücke auf eine gefährlich hohe Marke. Auch der Wasserstand des Donaukanals hat alarmierende Höhen erreicht. Um die U-Bahn-Infrastruktur vor dem eindringenden Wasser zu schützen, setzen die Wiener Linien nun umfassende Sicherheitsmaßnahmen um, darunter der Einsatz von Dammbalken und Sandsäcken entlang der betroffenen Streckenabschnitte.

Ersatzverkehre und Ausweichrouten

Für den gesperrten Streckenabschnitt der U4 zwischen Hütteldorf und Karlsplatz haben die Wiener Linien einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Fahrgäste können die entsprechenden Haltestellen in der WienMobil-App unter „Betriebsinfo“ – „geplant“ – „U4 Hochwasser“ einsehen. Als weitere Alternative steht die Linie D zur Verfügung, die zwischen Heiligenstadt und Karlsplatz verkehrt.

Wienfluss (VIDEO: zVg)

Die Linie 62 wurde verlängert und führt nun über Lainz, Bahnhof Meidling, Margaretengürtel, Westbahnhof und Burggasse-Stadthalle. Damit soll ein Teil der ausgefallenen U-Bahn-Strecken abgedeckt werden.

Fahrgästen der U3 wird empfohlen, auf die Linien 18, 71 und 74A auszuweichen. Für Nutzer der U2 bieten sich die Straßenbahnlinien 1 und 2 als Alternativen an.

Ungewisse Dauer der Störungen

Ein Ende der Betriebseinschränkungen ist derzeit nicht absehbar. Je nach Entwicklung der Hochwassersituation kann es auch über das Wochenende hinaus zu weiteren Beeinträchtigungen kommen. Die Wiener Linien betonen, dass die Fahrgäste längere Reisezeiten einplanen sollten. Auch die Tunnelbauarbeiten an der U2-Baustelle Pilgramgasse mussten aufgrund des hohen Wasserstands gestoppt werden. Alle Arbeiter haben die Baustelle sicher verlassen. Weitere mögliche Auswirkungen auf andere Baustellen der Wiener Linien werden derzeit noch untersucht.

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Da die Feuerwehr in den kommenden Stunden mit einer weiterhin hohen Zahl an Einsätzen rechnet, wurde zusätzliches Personal einberufen. Schimpf appellierte an die Bevölkerung, unnötige Fahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Besonders in der Nähe von Bäumen und Parks sowie in der Nähe von hochwasserführenden Gewässern sollte man am Sonntag besonders vorsichtig sein.

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KO KOSMO-Redaktion
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