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Nationalratswahl

Zadic als Listenerste der Grünen für Nationalratswahl

Zadic als Listenerste der Grünen für Nationalratswahl
(Foto: Igor Ripak)
2 Min. Lesezeit |

Im bescheidenen Rahmen der Wiener Landesversammlung haben die Grünen ihre Weichen für die kommende Nationalratswahl gestellt. Justizministerin Alma Zadic führt die Liste als Spitzenkandidatin, gefolgt von einer Überraschungskandidatin. Judith Pühringer und Peter Kraus bestätigten ihre Rolle als Parteichefs mit einer starken Zustimmung.

Justizministerin als Grünes Zugpferd

In der schlichten Atmosphäre der Wiener Messe eröffneten die Wiener Grünen am Samstagmorgen eine neue Runde politischer Weichenstellungen. Die rund 220 Anwesenden wohnten der Wahl bei, die ohne die pompöse Inszenierung anderer Parteievents auskam. Die Menschen erwarteten mit besonderem Interesse, dass jemand die Liste für die Nationalratswahl anführen würde. Es ist nun bestätigt: Justizministerin Alma Zadic wird die Partei in den bevorstehenden Wahlkampf führen.

Uberraschung auf Platz zwei, Bestatigung im Vorsitz

Eine kleine Sensation lieferte der zweite Listenplatz, auf den Frauensprecherin Meri Disoski gewählt wurde. Disoski, die schon langer eine prominente Stimme innerhalb der Partei ist, durfte damit noch starker ins Rampenlicht rucken. Derweil wurde die Führungsspitze der Wiener Grünen mit großer Mehrheit bestätigt: Judith Puhringer und Peter Kraus werden weiterhin die Geschicke der Partei lenken, nachdem sie eine Zustimmungsrate von 76,8 Prozent erhielten.

Disziplin und Demokratie

Trotz der schlichten Umgebung und des Verzichts auf theatralische Elemente, war die Versammlung ein Musterbeispiel für demokratische Prozesse. Die Pünktlichkeit ließ zwar zu wünschen übrig, was eine kurzfristige Verschiebung der Ankunft der Parteispitze zur Folge hatte. Als schließlich Vize-Klubchefin Jennifer Kickert die Anwesenden zur Ordnung rief – „Eva Blimlinger, komm‘ nach vorne, du hast sogar einen freien Platz. Herr Buhrstmayer, kommen’s nach vorne, der Mittelgang bleibt bitte frei“ – fand sich die Versammlung schnell zur Tat bereit. Werner Kogler und Alma Zadic, an der Seite ihrer Landesführung, nahmen still ihren Platz in der ersten Reihe ein und beteiligten sich ohne großes Aufsehen an der Abstimmung.

Zurückhaltende Parteistars

Die Ankunft der Parteistars, darunter Vizekanzler Kogler und Justizministerin Zadic, wurde beinahe unbemerkt vollzogen und von einem leisen Jubel begleitet. Ihr unaufgeregtes Auftreten und die Teilnahme an der Abstimmung zeigten, dass für die Wiener Grünen an diesem Tag sachliche Arbeit im Vordergrund stand. Die Parteilogik schien auf vertrauensvolle Zusammenarbeit und konkrete Zielsetzungen ausgerichtet.

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KO KOSMO-Redaktion
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