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Wahlsieg

Von Niš bis Belgrad: Serbien singt, während Wahlkommission noch zögert

Von Niš bis Belgrad: Serbien singt, während Wahlkommission noch zögert
(FOTO: EPA/MARKO DJOKOVIC)
3 Min. Lesezeit |

Von Niš bis Belgrad singen Menschen auf den Plätzen, während die Wahlbehörde noch schweigt. Die Studentenliste ruft sich zur Siegerin aus.

Landesweit herrscht in Serbien Feierstimmung: Nach der Ausrufung der „Studentenliste“ zur Siegerin der vorgezogenen Parlamentswahlen sind viele Menschen auf die Straßen gegangen. In mehreren Städten bildeten sich spontane Menschenansammlungen, es wurde gesungen. Diese Szenen prägen den Abend nach dem Urnengang.

Aus zahlreichen Orten werden Feiern gemeldet, seit die „Studentenliste“ den Sieg für sich reklamiert. Das Endergebnis der Republikanischen Wahlkommission (Serbiens Wahlbehörde) steht noch aus. In ersten Meldungen gilt die Liste aber klar als Gewinnerin der Abstimmung. Auch die größte Community mit südosteuropäischen Wurzeln in Österreich verfolgt die Entwicklung aufmerksam.

Bei dem vorgezogenen Votum wird die „Studentenliste“ als Siegerin genannt. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lagen weder Prozentwerte noch Sitzverteilungen vor, die von der Republikanischen Wahlkommission offiziell bestätigt worden wären. Ob es sich bei den genannten Resultaten bereits um endgültige oder erst um vorläufige Ergebnisse handelt, blieb zunächst offen.

Als nächste Schritte werden die formelle Verkündung der Ergebnisse, die Vergabe der Mandate und die Konstituierung des neuen Parlaments erwartet. Erst danach lassen sich mögliche Mehrheiten und Koalitionsvarianten abschätzen. Menschen mit BKS-Wurzeln in Österreich beobachten das Geschehen genau, weil politische Weichenstellungen in Serbien auch für die Diaspora von Bedeutung sein können.

Feiern in Städten

In Niš kamen zahlreiche Bürger vor der Wahlkampfzentrale der Studentenliste in der Straße General Boza Jankovic zusammen. Bis in die Abendstunden feierten sie dort den ausgerufenen Sieg der Liste.

Auch in Kraljevo gab es einen zentralen Treffpunkt, den Platz der serbischen Krieger. Viele Menschen fanden sich dort ein und feierten den Erfolg der „Studentenliste“ mit Gesang.

In Belgrad zog es die Bürger zum bekannten Treffpunkt „London“, wo ebenfalls der Wahlausgang gefeiert wurde. Die Bilder aus diesen drei Städten stehen stellvertretend für Feiern, die aus vielen Teilen des Landes gemeldet wurden.

Blick auf Diaspora

Der als Wahlsieg gewertete Erfolg der „Studentenliste“ gilt als Zeichen für einen starken Impuls aus der jungen Wählerschaft. Welche politischen Schwerpunkte die neue Kräfteverteilung tatsächlich setzt, wird sich erst nach der offiziellen Bestätigung der Ergebnisse und möglichen Koalitionssondierungen zeigen.

Für die Diaspora aus Südosteuropa in Österreich sind vor allem Stabilität, Reformdynamik und die Einbindung junger Generationen von Interesse.

Die größte Community des Landes verfolgt die Entwicklung aufmerksam, auch mit Blick darauf, welche Auswirkungen Entscheidungen in Serbien auf Alltag, Austausch und Zukunftsperspektiven ihrer Mitglieder haben könnten.

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KO KOSMO-Redaktion
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