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Wahlniederlage

Vučić bereits kämpferisch: „Wir zeigen ihnen, was Opposition ist!“

Vučić bereits kämpferisch: „Wir zeigen ihnen, was Opposition ist!“
(FOTO: EPA/MARKO DJOKOVIC)
3 Min. Lesezeit |

Nach Jahren an der Macht stellt sich Vucic auf eine neue Rolle ein. Seine Partei räumt die Regierungsbank – und kündigt Gegenwind an.

Nach der Niederlage seiner Liste kündigte Aleksandar Vucic am Abend den Gang der Serbischen Fortschrittspartei (SNS) in die Opposition an. Man werde weiterkämpfen und „zeigen, was Opposition ist“, sagte er.

Der Spitzenkandidat der Liste „Aleksandar Vucic – Vereintes Serbien“ räumte ein, die Wahl verloren zu haben. Zugleich bezifferte er die künftige Stärke der SNS im Parlament auf „105 bis 106 Abgeordnete“. Er sei „stolz auf alles, was in unserer Regierungszeit erreicht wurde“, sagte Vucic.

Die SNS präsentierte er als künftige Oppositionskraft. Politischen Gegnern warf er vor, in mehreren Affären die Unwahrheit gesagt zu haben, etwa bei der „Schallkanone“, bei „Sarajevo Safari“ und bei „Jovanjica“. Zur Stärke seiner Partei sagte er: „Wir werden mit 105 bis 106 Abgeordneten im Parlament sitzen, wir werden kämpfen und ihnen zeigen, was Opposition bedeutet.“

Dass „einige Geschäftsleute und andere Leute“ die Partei verlassen würden, räumte er ein. Die Struktur der SNS sei aber „sehr fest, sehr stark“, und man sei „die Opposition gewohnt“.

Serbische Diaspora

Mit Blick auf die serbische Community außerhalb Serbiens sagte Vucic, man habe „überall dort gewonnen, wo Serben leben“. Als Beispiele nannte er die Region, die Republika Srpska (serbische Teilrepublik) in Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien. Auch im Kosovo, den er in seiner Rede als „Kosovo und Metohija“ bezeichnete, habe er „bei den Serben“ gewonnen.

Das ist seine Darstellung. Für Menschen mit BKS-Wurzeln hierzulande, die größte Community aus Südosteuropa, ist der Oppositionskurs der SNS relevant. Er kann Tonlage und Vernetzung zwischen Belgrad und der Diaspora beeinflussen.

Umstrittene Behauptung

Außerdem sprach Vucic von einer „Bestätigung der Revolution“. Diese sei mit Unterstützung „verschiedener europäischer Länder“ und eines „tiefen amerikanischen Staates“ zustande gekommen. Es ist eine umstrittene Behauptung, die er im Rahmen seiner politischen Bewertung aufstellte.

Seinen Unterstützerinnen und Unterstützern dankte er und merkte an, dass ihm seine Gegner „in 14 Jahren kein einziges Mal“ gratuliert hätten. Offizielle Sitzverteilungen oder Reaktionen anderer Parteien kamen in seiner Ansprache nicht vor.

Klar ist: Die SNS formiert sich neu, vom Regieren hin zur Opposition. Für die kommenden Wochen im Parlament stellte Vucic einen harten Oppositionskurs in Aussicht.

Konkrete Schritte ließ er offen.

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KO KOSMO-Redaktion
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