Ein dickes Plus von 9,7 Prozent konnten Pensionisten seit Anfang des Jahres auf ihrem Konto verzeichnen. Eine Maßnahme, die zu den wenigen zählt, die tatsächlich auch sinngemäß umgesetzt wurde und eine dauerhafte Verbesserung für Pensionisten darstellt.
KOMMENTAR
In einer Zeit, in der viele Regierungsentscheidungen eher fragwürdig waren, ist die diesjährige Pensionserhöhung von 9,7 Prozent ab Jänner eine erfreuliche Ausnahme. Statt blindem Gießkannenzuckerl zeigt sich hier eine gezielte Maßnahme, die auch so umgesetzt wurde, wie sie versprochen wurde. Eine willkommene Abwechslung von bisherigen Praktiken, bei denen finanzielle Maßnahmen oft kopflos wirkten.
Und auch wenn die Regierung nur sehr selten Lob einstecken kann, kann man hier mal ein bisschen Applaus springen lassen. Besonders lobenswert ist die Schutzklausel für Neupensionisten – die ihre Rechte meistens erst mit der Zeit erhielten. So wie bei der Inflationsanpassung, bei der Pensionisten rund 1700 Euro jährlich verloren, wenn sie Ende des Jahres den Ruhestand antraten. Sinnbefreit müsste man meinen – doch laut Bundesregierung total logisch. Da kann man froh sein, dass derartige Richtlinien für die momentane Erhöhung ausgesetzt wurden.
Es wäre sicherlich im Sinne aller Bürger sinnvoll, dass die Regierung auch in anderen Bereichen ähnliche Präzision und Effektivität an den Tag legt. Die aktuelle Pensionserhöhung kann als leuchtendes Beispiel dienen, wie eine gezielte und gut durchdachte Maßnahme einen positiven Einfluss auf den Alltag haben kann. Mal sehn, was unser Bundeskanzler mit seiner heutigen Rede in Wels erreichen will und ob er konkrete Maßnahmen setzten will oder ob der „Österreichplan“ zu einem nutzlosen Wahlversprechen mutiert.
Anmerkung der Redaktion:
Dieser Beitrag spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Nicht die Meinung der KOSMO Redaktion.

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