Immer mehr Geschäfte schließen, stirbt die „MaHü“ aus? (UMFRAGE)

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Immer mehr Geschäfte schließen, stirbt die „MaHü“ aus? (UMFRAGE)

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Einige Geschäftsinhaber klagen über immer mehr gähnende Leere auf der Mahü. (FOTO: iStock Photo)

Die Zahl der Unternehmen, welche ihre Filialen auf der berühmten Wiener Shoppingmeile schließen, steig immer mehr. Die Wirtschaftskammer sowie Unternehmen und Experten äußerten sich zu diesem Phänomen.

Eines der Beispiele der Firmen, welche die Tore zu ihren Geschäften auf der Mariahilfer Straße für immer schlossen, ist Forever 21, ein Modeunternehmen aus den USA. Als die Filiale im Frühjahr 2011 eröffnet wurde, war der Hype um den ersten Store der Firma in Österreich groß.

Nun stehen die Räumlichkeiten leer, nichts ist mehr von dem großen Wirbel und Andrang zu spüren und nur noch das leere Geschäftslokal erinnert an den Forever 21-Store. Dies ist nur eines von vielen Beispielen, da auch Reiter, Stiefelkönig, Joka und Promod ihre Filialen auf der „MaHü“ geschlossen haben.

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Zu hohe Mieten?
Wie der ORF berichtet, soll Forever 21 keine genauen Auskünfte über den Auszug gegeben haben. Offiziell hieß es, dass der Grund Probleme mit dem Gebäude seien.

Für die Schließung des Modegeschäftes Promod sind ganz offiziell die hohen Mieten verantwortlich: „Es war die Summe aller Fakten, von den Mietpreisen bis zur Kundenzahl.“ Anders ist es bei Reiter, welchen den kleineren der zwei Standorte auf der Mariahilfer Straße geschlossen hat, da sie zwei nicht rentieren würden.

Von großen Belastungen und weniger Kunden möchten jedoch die anderen Geschäfte auf der Shoppingmeile nichts wissen. Bei genauer Nachfrage seien Shops, welche sich direkt neben den geschlossenen Filialen befinden durchaus zufrieden.

Online-Handel und Umbau der Straße schuld?
Vergangenen Sommere veröffentlichte die Wirtschaftskammer Wien (WKW) neueste Einkäuferzahlen von der MaHü. Diese sollen seit deren Umbau um 13 Prozent gesunken sein. Ein großer Einflussfaktor sei das Parkplatzproblem, welches seit der neuen Mariahilfer Straße enstanden ist. Problematisch sei dabei für die Kunden, wo sie ihr Auto legal abstellen dürfen und wo nicht, kritisiert die WKW.

Dies hätte auch das Weihnachtsgeschäft auf der MaHü bewiesen, während die Shoppinglustigen mit ihren Autos in die Centren in der Peripherie pilgerten, wo sie ganz legal ihre Autos parken können, sank der Umsatz auf der Hilfer.

Zu diesen Faktoren kommt auch der Boom der Bestellungen via Internet, wo Amazon, eBay, Zalando oder aber die Web-Shops der Firmen selbst eine große Konkurrenz für die Filialen darstellen.

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