Start Energiekrise
Subvention

1,3 Milliarden Euro Energiekostenzuschuss für Unternehmen

© Parlamentsdirektion / Ulrike Wieser
© Parlamentsdirektion / Ulrike Wieser

Die Koalitionsfraktionen haben einen Energiekostenzuschuss für Unternehmen beantrag, um die steigenden Energiepreise abzufedern. Bei der 946. Sitzung des Bundesrates wurde die Subvention für Unternehmen nun beschlossen.

Ein Zuschuss der Energie-Mehrkosten für Treibstoff, Strom und Gas wird Unternehmern versprochen. Doch nur, wenn die Energiekosten mindestens drei Prozent des Umsatzes betragen. Betriebe, die im Jahr weniger als 700.000 Euro Umsatz erzielen, müssen sich nicht an die drei Prozent Hürde halten.

So sieht Mitar Kos, Geschäftsführer von Lucky Car, die Situation etwas angespannter. Seiner Meinung nach werden viele Betriebe nicht über die Drei-Prozent-Hürde kommen, um sich den Energiekostenzuschuss zu sichern: “Auch Autohäuser werden nicht über die drei Prozent kommen.” Wo sich Kos ganz sicher ist: “Nur die ganz Großen und die Industrie wird davon profitieren.”

KOSMO hat nachgefragt, was mit dem Unternehmen Lucky Car passiert, sollte der Energiekostenzuschuss ausbleiben. Kos: “Wenn wir nicht in die Subventionen fallen, müssen wir unsere Reserven aufbrauchen, damit wir in Zukunft das Unternehmen halten können.” Im Endeffekt liegt die Hoffnung in einer Novelle des gerade erst beschlossenen Energiekostenzuschusses. Denn so wie er jetzt ist, wird er nur wenigen Betrieben helfen können, den Weg aus der Krise zu finden. So meint Kos auch: “Wir hoffen, dass viele Branchen jetzt Druck machen, damit die Förderungen runtergebrochen werden. Denn bei jeder Firma pauschal von einer drei Prozent Grenze zu sprechen – das ist unmöglich.

Mitar Kos in der Lucky Car Filiale in Percostraße 3, Wien Donaustadt am 16. August 2022.

Es soll vier Förderstufen geben. Bei der ersten Basisstufe 1 soll die Preisdifferenz zwischen 2021 und 2022 mit 30% gefördert werden. Dabei hat man 1,3 Milliarden Euro eingeplant.

Kein Zuschuss für Treibstoff

Andrea Kahofer (SPÖ) bemängelt am Energiekostenzuschuss, dass bereits der Bezug des Gesetzestitels auf energieintensive Unternehmen falsch sei. Denn alle Betriebe mit einem Jahresumsatz von unter 700.000 Euro sollen pauschal subventioniert werden. Außerdem erinnerte Kahofer daran, dass es zwar für Strom und Gas Zuschüsse gäbe, der Treibstoff allerdings von den Firmen im vollen Umfang bezahlt werden muss. So hätte die CO2 Bepreisung laut Kahofer momentan keinen Sinn.

Quelle: Parlament

Wie finden Sie den Artikel?