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11. JULI

25 Jahre Srebrenica: Friedensmarsch und Kundgebung in Wien

srebrenica
(FOTO: iStockphoto)

Anlässlich des 25. Internationalen Gedenktags an die Opfer des Völkermords von Srebrenica veranstaltet „Consilium Bosniacum“, der Verband bosnisch-herzegowinischer Vereine in Österreich, am 11. Juli 2020 (Samstag) um 18:00 Uhr einen Friedensmarsch.

Dieser wird am Platz der Menschenrechte beginnen und am Heldenplatz enden, wo es um 18:30 Uhr eine Kundgebung geben wird. Bei der Kundgebung sind mehrere Ansprachen und Videobotschaften, u.a. von Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien, Alma Zadić, Bundesministerin für Justiz, Kemal Kozarić, Botschafter Bosnien und Herzegowinas in Österreich, Nurten Yilmaz, Nationalratsabgeordnete, und Wolfgang Petritsch, ehemaliger Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, geplant. „Mit dieser Kundgebung wollen wir die Opfer gedenken und uns an das schlimmste Massaker in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg erinnern, betont Damir Saračević, Obmann des Verbandes „Consilium Bosniacum“.



Völkermord von Srebrenica
Der Völkermord von Srebrenica war ein Kriegsverbrechen während des Krieges gegen Bosnien und Herzegowina, das durch UN-Gerichte gemäß der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes als Genozid klassifiziert wurde. Im Juli 1995 wurden über 8.370 Bosniaken – vor allem Männer und Jungen zwischen 12 und 77 Jahren – getötet. Der Völkermord zog sich über mehrere Tage hin und verteilte sich auf eine Vielzahl von Tatorten in der Nähe von Srebrenica. Die Täter vergruben tausende Leichen in Massengräbern. Mehrfache Umbettungen in den darauffolgenden Wochen sollten die Taten verschleiern.

Warum der 11. Juli?
Am 15. Jänner 2009 hat das Europäische Parlament eine Srebrenica-Resolution verabschiedet, in welcher der 11. Juli als Gedenktag an die Opfer des Völkermords von Srebrenica ausgerufen wurde. „Nur wenn wir uns an diesen schrecklichen Genozid stetig erinnern und der Opfer gedenken, werden wir unserer humanitären Verpflichtung gerecht. Dazu gehört das ‚Niemals vergessen‘“, so Dr. Wolfgang Petritsch, ehemaliger Hoher Repräsentant in Bosnien-Herzegowina.