Von Baumgartner bis Arnautovic – Österreichs Fußballstars bewegen Millionen auf dem Transfermarkt. Die Rekordhalter unter den ÖFB-Kickern haben beeindruckende Spuren hinterlassen.
Um den Winter-Transfermarkt öffnet bald seine Pforten, und einige österreichische Nationalspieler stehen im Fokus internationaler Topklubs. Doch welche ÖFB-Kicker haben bisher die höchsten Ablösesummen erzielt? Ein Blick auf die Rekordtransfers aus dem Alpenland zeigt, wer die Kassen der Vereine am stärksten klingeln ließ.
Sasa Kalajdzic, der hünenhafte Angreifer, der aktuell beim LASK Linz seine Tore jagt, war einst heiß begehrt auf dem internationalen Transfermarkt. Die Wolverhampton Wanderers griffen in der Saison 2022/23 tief in die Tasche und überwiesen 18 Millionen Euro nach Stuttgart. Ein Wechsel mit bitteren Folgen für den 28-Jährigen, der anschließend vom Verletzungspech verfolgt wurde.
Marcel Sabitzer schlug ein neues Kapitel in seiner Karriere auf, als er für knapp 19 Millionen Euro von Bayern München zu Borussia Dortmund wechselte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich der ehemalige Rapidler mittlerweile beim BVB etabliert und gehört mit 18 Pflichtspieleinsätzen in dieser Saison zum festen Stammpersonal der Schwarz-Gelben.
Kevin Wimmer, der heute bei Slovan Bratislava verteidigt, galt einst als vielversprechendes Abwehrtalent. Stoke City investierte in der Spielzeit 2017/18 satte 19,4 Millionen Euro, um den Österreicher von Tottenham loszueisen. Doch der erhoffte Durchbruch blieb aus – Wimmer konnte die hohen Erwartungen bei den Potters nie vollständig erfüllen.
Millionen-Transfers
Nicolas Seiwald verließ seine Heimat Salzburg und folgte dem Ruf von RB Leipzig. Der deutsche Bundesligist blätterte 2023/24 runde 20 Millionen Euro für den dynamischen Mittelfeldspieler hin. Eine Investition, die sich auszahlt: Der 24-Jährige hat in der laufenden Saison noch keine einzige Pflichtpartie verpasst und entwickelte sich auch im Nationalteam zur unverzichtbaren Größe.
Aleksandar Dragovic, der mittlerweile bei Austria Wien seine Fußballschuhe schnürt, hat eine beeindruckende Europatournee hinter sich. Seine Stationen führten ihn durch die Ukraine, die Schweiz, Deutschland, England und Serbien. Den finanziellen Höhepunkt markierte sein Transfer 2016/17 von Dynamo Kiew zu Bayer Leverkusen – geschätzte 21 Millionen Euro flossen für den Abwehrspezialisten.
Marko Arnautovic erlebte bei Stoke City seinen sportlichen Frühling und weckte damit Begehrlichkeiten. West Ham United sicherte sich 2017/18 die Dienste des Offensivkünstlers für rund 22,3 Millionen Euro. Eine kluge Investition der Hammers, die später sogar mit Gewinn weiterverkaufen konnten.
Spitzenreiter
Valentino Lazaro, einst als Wunderkind vom GAK zu Red Bull Salzburg gewechselt, landete über Umwege bei Hertha BSC, die 10,5 Millionen Euro investierten. Doch 2019/20 griff Inter Mailand zu und überwies 22,4 Millionen Euro nach Berlin. Was vielversprechend begann, mündete in einer Serie von Leihgeschäften – aktuell versucht der Rechtsfuß beim FC Turin, seine Karriere wieder in Schwung zu bringen.
Kevin Danso schaffte erst vor wenigen Monaten den Sprung in die Premier League. Tottenham Hotspur überwies 25 Millionen Euro an den RC Lens, nachdem der robuste Verteidiger während einer Leihe überzeugt hatte. Unter Coach Thomas Frank kämpft Österreichs Abwehrspezialist derzeit um einen Stammplatz bei den Spurs.
Marko Arnautovic taucht ein zweites Mal in dieser illustren Liste auf. Nach seinen starken Leistungen in London zahlte Shanghai SIPG 2019/20 satte 25 Millionen Euro an West Ham United. Ein lukrativer China-Abstecher für den Wiener, der 2021 den Weg zurück nach Europa fand.
Christoph Baumgartner führt aktuell die Rangliste der teuersten österreichischen Fußballer an. RB Leipzig investierte 25,5 Millionen Euro, um den Offensivallrounder von Hoffenheim loszueisen.
Trotz schwieriger Anfangsphase hat sich der Niederösterreicher durchgebissen und zählt mittlerweile zu den Leistungsträgern bei den Sachsen.