Ein 18-jähriger Bosnier sorgt für Transferwirbel in Europa – und Chelsea hat dabei einen entscheidenden Trumpf in der Hand.
Chelsea gilt derzeit als heißester Anwärter auf die Verpflichtung von Kerim Alajbegovic – einem 18-jährigen Offensivspieler aus Bosnien und Herzegowina, dessen Marktwert nach starken WM-Auftritten auf rund 35 Millionen Euro taxiert wird. Der Youngster zählt bereits zu den vielversprechendsten Angreifern seiner Generation in Europa.
Im Sommer kehrte er zu Bayer Leverkusen zurück, nachdem der Bundesligist eine vertraglich vereinbarte Rückkaufoption gezogen hatte. Juventus signalisierte ernsthaftes Interesse, auch Atalanta und Fiorentina beobachteten die Lage aufmerksam. Laut einem Bericht des Portals Telegraf ist Chelsea jedoch aktuell am nächsten dran, sich mit Leverkusen auf einen Deal zu einigen.
WM als Sprungbrett
Beim Turnier zog der offensive Mittelfeldspieler die Blicke der europäischen Topclubs auf sich. Alajbegovic stand bei allen drei Gruppenspielen sowie im Achtelfinale in der Startelf der bosnisch-herzegowinischen Auswahl – darunter auch bei der Niederlage gegen Gastgeber USA in der K.o.-Runde. Seinen bislang größten internationalen Moment erlebte er im abschließenden Gruppenspiel gegen Katar, als ihm der Treffer gelang.
Eine Schlüsselfigur bei einem möglichen Wechsel könnte Chelseas neuer Cheftrainer Xabi Alonso werden. Der Spanier war in Leverkusen tätig, als Alajbegovic in der Akademie des Clubs seine Ausbildung durchlief – er kennt die Qualitäten des Youngsters aus nächster Nähe, auch wenn dieser für die Profimannschaft der Werkself noch kein Pflichtspiel absolviert hat. Alonso soll den Transfer intern aktiv befürworten. Zusätzlichen Platz im Kader könnte ein möglicher Abgang von Alejandro Garnacho zu Aston Villa schaffen.
Leverkusens Kalkül
Im vergangenen Sommer hatte Leverkusen Alajbegovic für rund zwei Millionen Euro an Red Bull Salzburg abgegeben – mit einer eingebetteten Rückkaufoption über vier Millionen Euro, die der Club nun in diesem Sommer aktivierte. Die Überlegung dahinter: Als Vertragsinhaber hätte Salzburg einen stärkeren Anreiz, dem Spieler Einsatzzeit in der ersten Mannschaft zu verschaffen, als es bei einer bloßen Leihe der Fall gewesen wäre.
Das Kalkül ging auf. Alajbegovic bestritt für den österreichischen Bundesligisten Partien in der Europa-League-Ligaphase und erzielte in der Salzburger Liga neun Tore sowie drei Vorlagen. Sein Output, kombiniert mit seinem Alter und den Auftritten auf internationalem Parkett, hat ihn zu einem der meistumworbenen Youngster auf dem Transfermarkt gemacht.
Für Leverkusen könnte sich bereits wenige Wochen nach seiner Rückkehr ein enormer Gewinn materialisieren – während Chelsea alles daran setzt, die Unterschrift des Spielers vor Juventus und weiteren Interessenten zu sichern.