Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Uni-Protest

Demo in Wien angekündigt: Ring-Sperre und Staus erwartet

Demo in Wien angekündigt: Ring-Sperre und Staus erwartet
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Hörsaal statt Autoverkehr: Der Wiener Ring wird am Dienstag zur Bühne für einen ungewöhnlichen Uni-Protest.

Am Dienstag wird ein Teil des Wiener Rings für mehrere Stunden zum ungewöhnlichen Hörsaal. Zwischen 15.00 und 18.00 Uhr veranstaltet die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) auf der gesperrten Ringstraße zwischen Parlament und Universität Wien eine sogenannte Ringvorlesung. Mit offenen Vorlesungen, Redebeiträgen und Aktionsstationen soll auf die befürchteten Einschnitte bei der Finanzierung der öffentlichen Universitäten aufmerksam gemacht werden.

Milliarde auf dem Spiel

Hintergrund des Protests sind die noch laufenden Verhandlungen über die Finanzierung der öffentlichen Universitäten für die Jahre 2028 bis 2030. Die Universitätenkonferenz befürchtet gegenüber der laufenden Finanzierungsperiode Einschnitte von rund einer Milliarde Euro. Die endgültige Budgetsumme steht allerdings noch nicht fest.

Die ÖH warnt für den Fall deutlicher Kürzungen unter anderem vor weniger Lehrveranstaltungen, überfüllten Hörsälen, nicht nachbesetzten Stellen und Einschnitten bei Forschung und Infrastruktur. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) hatte zuletzt den 16. oder 17. Oktober als möglichen Termin für weitere Gespräche auf Regierungsebene genannt. Gesetzlich muss der finanzielle Rahmen für die Universitäten bis Ende Oktober feststehen.

19 Universitäten beteiligt

Nach Angaben der ÖH beteiligen sich 19 der 22 öffentlichen Universitäten an der Protestaktion. Mehrere Hochschulen unterstützen die Teilnahme ihrer Studierenden oder haben die Ringvorlesung entsprechend beworben.

Neben Reden und offenen Vorlesungen sind auch ungewöhnliche Aktionsstationen geplant. Dazu zählen ein „Kürzungs-Glücksrad“, eine „Budgetloch-Kegelbahn“ und „Uni-Jenga“. Damit sollen die möglichen Folgen eines knapperen Uni-Budgets möglichst anschaulich dargestellt und auch Passantinnen und Passanten erreicht werden.

Bis spätestens 31. Oktober muss der finanzielle Rahmen für die Leistungsvereinbarungen der Universitäten für die Jahre 2028 bis 2030 gesetzlich festgelegt sein.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen