Ein nachgebendes Fliegengitter und ein Sturz aus rund drei Metern Höhe: Ein Dreijähriger aus Oberösterreich liegt nach einem Fenstersturz auf der Intensivstation – ist aber außer Lebensgefahr.
Ein dreijähriger Junge ist in Tragwein (Oberösterreich) aus einem Fenster im ersten Stock gestürzt. Er wird derzeit auf der Intensivstation des Kepler Universitätsklinikums in Linz behandelt, befindet sich jedoch außer Lebensgefahr. Der Unfall ereignete sich im Kinderzimmer, als der Bub auf die Fensterbank kletterte und dabei ein Fliegengitter nachgab.
Die siebenjährige Schwester befand sich ebenfalls im Zimmer und verständigte sofort die 56-jährige Großmutter, die an diesem Tag auf die Kinder aufpasste. Diese alarmierte umgehend die Rettungskräfte.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, war der Junge trotz seiner Verletzungen ansprechbar. Nach der notärztlichen Erstversorgung wurde er mit einem Rettungshubschrauber in die Kinderklinik des Kepler Universitätsklinikums geflogen.
Kleinkinder besonders gefährdet
Kinder zwischen einem und vier Jahren sind bei Fensterstürzen besonders gefährdet. Rund 70 Prozent der vom Kuratorium für Verkehrssicherheit ausgewerteten Fälle betreffen Kinder dieser Altersgruppe. Besonders häufig betroffen sind Zwei- und Einjährige. Gründe dafür sind unter anderem der ausgeprägte Bewegungsdrang, die Neugier und die Tatsache, dass Möbel schnell als Kletterhilfen genutzt werden.
Das KFV warnt ausdrücklich davor, Fliegen- oder Insektengitter als Absturzsicherung zu betrachten. Bei 17 Prozent der zwischen 2016 und 2025 ausgewerteten Fensterstürze war ein Insektengitter beteiligt. Solche Gitter können dem Gewicht eines Kindes nicht standhalten und bei Belastung nachgeben. Empfohlen werden deshalb unter anderem versperrbare Fenstergriffe oder spezielle Fenstersicherungen.