Nordmazedonien setzt auf grüne Energie: Mit 67 Großprojekten und Investitionen von 3,74 Milliarden Euro treibt das Land seinen Energiewandel voran.
In Skopje hat das Ministerium für Energie, Bergbau und mineralische Rohstoffe am 2. Feber 2026 seinen Jahresplan für Energieanlagen vorgestellt. Die Planungsgrundlage bilden vorläufige Netz- und Marktanalysen aus einer gemeinsam mit den Netzbetreibern MEPSO und Elektrodistrubucija erarbeiteten Studie. Diese stellt die Systemstabilität und N-1-Sicherheit (Ausfallsicherheit des Stromnetzes) sicher und schafft Transparenz bezüglich Anschlusskosten, Zeitrahmen und erforderlicher Netzinvestitionen.
Von 284 Projektvorschlägen, die nach einem öffentlichen Aufruf im September 2025 eingingen, erhielten 67 Großprojekte mit mindestens einem Megawatt Leistung nach dem Prioritätsprinzip eine Genehmigung. Unter den bewilligten Vorhaben befinden sich 59 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 3.014 MW und Investitionen von etwa 2,11 Milliarden Euro. Hinzu kommen sieben Windparks, die 907,7 MW Leistung bei Investitionen von rund 1,18 Milliarden Euro bieten, sowie eine gasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungsanlage mit 495 MW und Kosten von etwa 446 Millionen Euro.
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Milliarden-Investitionen
Die Projekte summieren sich auf 4.416,8 MW Gesamtleistung bei einem Investitionsvolumen von 3,74 Milliarden Euro. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Ausbau von Energiespeichern: Der Plan umfasst 96 Speicheranlagen – sowohl integrierte als auch selbständige Systeme – mit einer Leistung von 2.027 MW und einer Kapazität von 4.961 MWh. Die dafür veranschlagten Investitionen betragen etwa 1,98 Milliarden Euro.
Kommunale Beteiligung
Ergänzend wurden 56 Energieprojekte aus kommunalen Plänen berücksichtigt, die von sieben Gemeinden, darunter Kavadarci, Kumanovo und Kocani, eingereicht wurden. Diese beinhalten Photovoltaikanlagen mit 51,88 MW sowie 61 Stromspeicher mit 27,68 MW Leistung und 117,56 MWh Kapazität – ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung lokaler Verwaltungen bei der Energiewende. In strategischer Hinsicht verdeutlicht der Plan die politische Schwerpunktsetzung auf großflächige erneuerbare Energien und Speichertechnologien.
Nordmazedonien positioniert sich damit als attraktiver Energiestandort in der Region, wobei der steigende Bedarf an Netzinfrastruktur und flexiblen Systemlösungen hervorgehoben wird.