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Energiewende

90-Millionen-Investition in Bosnien: Neue Windkraft- und Solarparks

90-Millionen-Investition in Bosnien: Neue Windkraft- und Solarparks
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Auf 1.850 Metern Höhe nimmt die Energiewende in Bosnien und Herzegowina Fahrt auf. Ein neuer Windpark und ambitionierte Solarprojekte versprechen grünen Strom für die Region.

In Bosnien und Herzegowina nimmt die Energiewende konkrete Formen an: Auf dem unbewohnten Plateau des Vlašić-Gebirges entsteht in 1.850 Metern Höhe – rund 1.000 Meter über dem Podveleška-Plateau – ein neuer Windpark mit bis zu neun Anlagen. Das Projekt „Vlašić“ soll eine Gesamtleistung von 50 Megawatt erreichen und jährlich zwischen 112 und 116 Gigawattstunden Strom erzeugen. Die Investitionssumme beläuft sich auf 90 Millionen Euro.

Ende Dezember hat der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina bereits wichtige Weichen für die Finanzierung gestellt. Er verabschiedete Vorschläge für Darlehens- und Zuschussvereinbarungen mit der deutschen Entwicklungsbank KfW im Gesamtwert von 38,43 Millionen Euro, die auch Begleitmaßnahmen umfassen.

Solarenergie-Ausbau

Parallel dazu schreiten auch die Solarenergieprojekte „Gračanica 1“ und „Gračanica 2“ voran. Mit Zustimmung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) wurde im Dezember die finale Ausschreibungsphase für den Bau der Photovoltaikanlagen eingeleitet. Der Vertrag über das Baurecht für die Anlagen mit einer Gesamtleistung von 45 Megawatt ist bereits unter Dach und Fach.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Netzanschluss sowie Verfahren zur Enteignung und Änderung der Flächenwidmung.

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Regionale Kooperation

Ein weiterer Meilenstein wurde mit der Unterzeichnung von Anhängen zu den Konzessionsverträgen für die beiden Photovoltaik-Kraftwerke im Gebiet der Gemeinde Bugojno erreicht. Diese Vereinbarung sieht eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem Energieversorger Elektroprivreda BiH und dem Kanton Zentralbosnien bei Projekten von gemeinsamem Interesse vor.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verbesserung der Energieinfrastruktur, der Versorgungssicherheit sowie der Unterstützung bei der Entwicklung industrieller und wirtschaftlicher Kapazitäten.

Die Kooperation bei den genannten Projekten schafft die Grundlage für künftige Investitionen, die das Wirtschaftswachstum ankurbeln, neue Arbeitsplätze schaffen und das Energiesystem modernisieren sollen.

Zudem wird die Zusammenarbeit zwischen kantonalen Institutionen und strategisch wichtigen öffentlichen Unternehmen in Bosnien und Herzegowina gestärkt.