Nach dem gewaltsamen Tod eines Elfjährigen in Leoben gibt es neue Entwicklungen. Die tatverdächtige Mutter hat nun ein Geständnis abgelegt.
Ein Mordfall in Leoben (Steiermark) erschütterte Ende Jänner die österreichische Öffentlichkeit. Ein elfjähriger Bub namens Samuel wurde in einer Wohnung nahe dem Landeskrankenhaus Leoben tot aufgefunden. Im Zentrum der Ermittlungen steht die 39-jährige Mutter des Kindes, die selbst am Freitagnachmittag gegen 14:40 Uhr den Notruf wählte.
Die Einsatzkräfte fanden bei ihrem Eintreffen eine grauenvolle Szenerie vor. Die Obduktion ergab, dass der Junge durch zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen zu Tode kam. Die Ermittler stellten mehrere Messer als mutmaßliche Tatwaffen sicher. Die genauen Umstände der Tat blieben zunächst im Dunkeln. Bekannt war lediglich, dass der Elfjährige am Tag der Tat nicht zum Unterricht erschienen war.
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Festnahme der Mutter
Die Polizei nahm die Mutter unmittelbar am Tatort fest. Sie hatte sich offenbar selbst Verletzungen mit einem Messer zugefügt und musste daher in medizinische Behandlung. Nach einer Operation wurde sie versorgt. Laut Krone soll die Frau zu ihrem Handeln nur einen kurzen Satz geäußert haben: „Der Bub war vom Teufel besessen!“
Ein Sprecher der Polizei dementierte diese Aussage gegenüber der Kleinen Zeitung jedoch als „Falschmeldung“. Unbestritten scheint allerdings, dass sich die Tatverdächtige in einem „psychischen Ausnahmezustand“ befand.
Geständnis abgelegt
Aufgrund ihres Gesundheitszustandes konnte die 39-Jährige anfangs nicht befragt werden. Mittlerweile hat sich die Situation geändert. Wie der ORF Steiermark berichtet, wurde die Frau inzwischen vernommen und hat dabei die Tat gestanden.
Trotz des Geständnisses sind noch nicht alle Aspekte des Falls geklärt. Die Staatsanwaltschaft Leoben hat nun ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben, das die Zurechnungsfähigkeit der Frau zum Tatzeitpunkt klären soll.
Die 39-Jährige wurde inzwischen in die Justizanstalt Leoben überstellt.