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Kinderbetreuung

4,5 Milliarden bis 2030: Nehammer startet Kinderbetreuungs-Offensive

(FOTO: BKA/Andy Wenzel)
(FOTO: BKA/Andy Wenzel)

Unter der Leitung von Bundeskanzler Karl Nehammer und in Anwesenheit von Familienministerin Susanne Raab sowie weiteren hochrangigen Vertretern der Politik wurde ein neues Projekt ins Leben gerufen. Es sieht eine beträchtliche Investitionssumme von 4,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 vor. Die Bemühungen zielen darauf ab, die Grundlagen für eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung sowie verbesserte Betreuungsstrukturen im ganzen Land zu schaffen.

Kernaspekte des Vorhabens

Das ambitionierte Projekt steht, nach den Worten des Bundeskanzlers, im Einklang mit neu ausgehandelten Vereinbarungen des Finanzausgleichs. Dabei werden jährlich 500 Millionen Euro aus einem Zukunftsfonds bereitgestellt, um diese Initiative zu unterstützen. Die Familienministerin bezeichnet das Investment als „historisch“ und unterstreicht dessen Bedeutung für die Zukunft der Kinderbetreuung in Österreich.

Niederösterreich, als einer der ersten Nutznießer dieser Offensive, erhält einen erheblichen Anteil der Bundesmittel. Insgesamt 94,5 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren in die Erweiterung und Verbesserung der Kinderbetreuungslandschaft des Bundeslandes fließen. Dies beinhaltet den Bau neuer Kindergärten und Tagesbetreuungseinrichtungen sowie die Verbesserung bestehender Strukturen.

Blick in die Zukunft

Die Initiative wird als beispiellos in der Geschichte Niederösterreichs gepriesen. Mit umfangreichen Plänen zur Errichtung von hunderten neuen Kindergartengruppen und Tagesbetreuungseinrichtungen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont dabei die Wichtigkeit einer hochwertigen Betreuung. Die nicht nur die Anzahl der Betreuungsplätze erhöht, sondern auch qualitativen Aspekten wie erweiterten Öffnungszeiten, kleineren Gruppen und einer verbesserten Betreuung während der Ferienzeiten Rechnung trägt. „In den kommenden Jahren werden wir in Niederösterreich rund 600 neue Kindergartengruppen und rund 250 Tagesbetreuungseinrichtungen schaffen.“, bestätigt Mikl-Leitner.

In Stetteldorf am Wagram, einem der ersten Orte, der von der Offensive profitiert, werden 700.000 Euro in die Erweiterung des bestehenden Kindergartens und den Bau einer Tagesbetreuung investiert. Der Bund trägt dabei einen signifikanten Betrag von etwa 125.000 Euro bei.

„Mit der Kinderbetreuungsoffensive schaffen wir echte Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung – hier in Stetteldorf und in ganz Österreich. Die Frage ob jemand arbeiten gehen kann oder nicht, darf nicht an fehlender Kinderbetreuung hängen.„, so Nehammer.

Herausforderungen und Chancen

Trotz des herausfordernden Unterfangens, insbesondere was die Rekrutierung qualifizierten Personals anbelangt, zeigt sich Optimismus. Die Landesrätin betont die Bedeutung einer soliden frühkindlichen Bildung und sieht in den ehrgeizigen Plänen eine Chance, sowohl Familien als auch der lokalen Wirtschaft nachhaltig zu unterstützen.

Mit bereits genehmigten Projekten für hunderte neue Gruppen und tausende Betreuungsplätze allein in Niederösterreich, setzt die Offensive ein klares Zeichen für die Wertschätzung elementarer Pädagogik und bildet einen Schritt in Richtung einer umfassenden Betreuungslandschaft in Österreich.