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Schock

Tragödie auf Kreuzfahrtschiff: Totes Baby in Schrank gefunden

Tragödie auf Kreuzfahrtschiff: Totes Baby in Schrank gefunden
(FOTO: iStock/(Ruth Peterkin/Evgeniyaphotography)
2 Min. Lesezeit |

Eine Entdeckung erschütterte die Besatzung eines Kreuzfahrtschiffs nahe der Küste von Grosseto in der Toskana: Ein Neugeborenes wurde tot in einer Kabine gefunden, nachdem aus derselben beunruhigende Laute zu hören waren.

Ein Schrei, dann Stille

Am Freitag, dem 17. Mai, wurde die Polizei auf das Kreuzfahrtschiff gerufen, nachdem Crewmitglieder aus einer Passagierkabine zunächst Schreie und darauf folgend Stille vernommen hatten. Die Durchsuchung des Raums offenbarte das herzzerreißende Szenario: Ein Neugeborenes lag verborgen hinter einer nur angelehnten Schranktür, ohne Lebenszeichen.

Mutter arbeitete an Bord

Berichten italienischer Medien, darunter Vanity Fair Italia, zufolge war die Mutter des Kindes selbst Teil der Schiffsbesatzung. Die 28-jährige Frau, die als Reinigungskraft auf der „Silver Whisper“ beschäftigt war, hatte ihre Schwangerschaft verschwiegen, vermutlich aus Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Unglücklicherweise entschied sie sich, ihr Kind heimlich in ihrer Kabine zur Welt zu bringen und versuchte sich, zwischen ihren Arbeitszeiten unbemerkt darum zu kümmern.

Vernachlässigung

Trotz der Bemühungen der Mutter, ihr Baby heimlich zu versorgen, war ihr Versuch erfolglos. Berichte deuten darauf hin, dass das Kind mehrfach gestillt wurde, jedoch letztlich an den Folgen von Vernachlässigung starb. Nach einer ersten Untersuchung gibt es keine Anzeichen für Gewalteinwirkung oder Erstickung. Der Tod scheint eine direkte Folge der langen Zeiträume ohne angemessene Ernährung, Zuwendung und medizinische Versorgung gewesen zu sein.

Mitwissen und Stillschweigen

Zwei Mitbewohnerinnen der Kabine der Mutter waren offenbar in das Geheimnis eingeweiht, haben jedoch keine Hilfe gesucht. Alle drei Frauen befinden sich inzwischen in Gewahrsam. Während gegen die Mutter wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tötung ermittelt wird, sehen sich ihre Kabinengenossinnen mit Anschuldigungen der Verschwörung zum Mord konfrontiert. Eine bevorstehende Autopsie des Neugeborenen soll nun die genaue Todesursache klären.

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KO KOSMO-Redaktion
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