Die Erde heizt sich unaufhaltsam auf – selbst in kühlenden Klimaphasen. Während Österreich friert, zeigen Messungen einen alarmierenden Trend zur globalen Überhitzung.
Trotz der aktuellen Kältewelle in Österreich und einer global gemäßigten Klimaphase befindet sich die Erde weiterhin auf einem besorgniserregenden Erwärmungskurs. Die natürlichen Klimaphänomene El Niño und La Niña, die zu den stärksten Faktoren der natürlichen Temperaturvariation zählen, beeinflussen die weltweite Durchschnittstemperatur um etwa 0,1 Grad Celsius. Gegenwärtig dominiert vermutlich die kühlende La-Niña-Phase im Pazifik oder eine Übergangsphase zwischen den beiden Zyklen.
Rekordtemperaturen 2025
Bemerkenswert ist, dass 2025 als das wärmste La-Niña-Jahr in die Aufzeichnungen einging. Prognosen deuten darauf hin, dass ab 2030 die globale Temperatur dauerhaft um 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen wird. Sowohl die Luft- als auch die Meerestemperaturen übertrafen 2025 die üblichen Werte, was sich in verstärkten Hitzewellen an Land und in den Ozeanen manifestierte.
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Langfristiger Trend
Der vorangegangene El-Niño-Zyklus mit seinem wärmenden Effekt trug maßgeblich dazu bei, dass 2024 nicht nur zum heißesten Jahr seit Beginn der systematischen Temperaturmessungen wurde, sondern vermutlich auch der letzten 100.000 Jahre. Diese natürlichen Klimaphänomene spielen eine wesentliche Rolle im komplexen System der globalen Erwärmung.
Selbst in Phasen, in denen La Niña einen kühlenden Einfluss ausübt, setzt sich der langfristige Erwärmungstrend ungebremst fort.