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Infrastrukturprojekt

Autobahn zwischen Bijeljina und Belgrad: Erste Teilstrecke nach Serbien wird eröffnet

Autobahn zwischen Bijeljina und Belgrad: Erste Teilstrecke nach Serbien wird eröffnet
(Sreenshot: Youtube)
2 Min. Lesezeit |

Ein Jahrhundertprojekt nimmt Gestalt an – doch der Zeitplan muss angepasst werden. Zwischen Bijeljina und Belgrad entsteht eine neue Verkehrsachse.

Der Autobahnabschnitt Bijeljina–Raca gilt als eines der bedeutendsten Infrastrukturvorhaben der Republika Srpska (eine der beiden Entitäten von Bosnien und Herzegowina) in den vergangenen hundert Jahren. Als Teil der künftigen Transitachse Banja Luka–Bijeljina–Belgrad wird das Projekt gemeinsam von den Regierungen der Republika Srpska und Serbiens finanziert und soll langfristig eine leistungsfähige Verkehrsverbindung zwischen den beiden Ländern schaffen.

Teilöffnung geplant

Ursprünglich war geplant, den gesamten rund 20 Kilometer langen Abschnitt noch in diesem Jahr für den Verkehr freizugeben. Davon ist man nun abgerückt: Fertiggestellt und eröffnet wird vorerst nur ein Teilstück von etwa sieben Kilometern – jener Abschnitt, der von der Grenzübergangsstelle Raca bis zur künftigen Anschlussstelle Brodac führt.

Der Hintergrund dieser Entscheidung liegt in der Koordination mit dem serbischen Baufortschritt: Da Serbien seinen Abschnitt von Kuzmin bis Raca kurz vor dem Abschluss steht und die Brücke über die Save bereits fertiggestellt ist, wollte man auch auf bosnisch-herzegowinischer Seite eine funktionale Anbindung sicherstellen. Die neue Anschlussstelle im Dorf Brodac entsteht laut offiziellen Angaben auf ausdrücklichen Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Ortschaften Velino Selo, Batkovic und Crnjelovo. In Kuzmin wird die Strecke schließlich an die bestehende Autobahn Belgrad–Zagreb angebunden.

Offene Bauschritte

Auf dem restlichen Trassenabschnitt laufen derzeit umfangreiche Erd- und Aufschüttungsarbeiten entlang der gesamten Strecke. Parallel dazu steht die Klärung offener Eigentumsfragen bevor: Drei Hochspannungsleitungen des Übertragungsnetzbetreibers Elektroprenos BiH (bosnischer Stromnetzbetreiber), die die geplante Trasse queren, müssen noch verlegt werden.

Nach Abschluss dieses Abschnitts soll der Investitionszyklus mit dem Weiterbau der Autobahn von Bijeljina in Richtung Brcko fortgesetzt werden. Über die grundsätzliche Trassenführung besteht bereits Einigkeit – für die konkrete Umsetzung ist jedoch zunächst die Verabschiedung eines neuen Raumordnungsplans durch die Regierung und die Versammlung des Distrikts Brcko erforderlich.

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KO KOSMO-Redaktion
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